| Und da sagt nochmal jemand, man könne in Israel nicht das ganze Jahr über ins Meer...: Am Strand von Herzliya |
| Getrocknete Früchte auf dem Souq HaCarmel |
Shalom chaverim,
wie Ihr an meinen häufigen Blog-Einträgen im Moment merkt, habe
ich ein paar ruhige Tage ohne nennenswerte Unternehmungen. Morgen ist
allerdings Silvester und die Ruhe dahin. Die Zeit nutze ich also, Euch auf den
allerneusten Stand zu bringen und noch zu Ende zu erzählen, was ich mir meinem
Besuch unternommen habe.
Vorletzten Donnerstag sind Clara, Kathi und ich nach Tel
Aviv gefahren und zuerst ein bisschen über den Souq HaCarmel, den schönsten
Markt in Tel Aviv, geschlendert. Alle paar Meter werden einem buntes Obst,
frisches Gemüse oder süßes Zeugs zu guten Preisen angeboten und man muss sich
wirklich beherrschen, nicht ständig zuzuschlagen.
| Auf dem Souq HaCarmel: Dem Verkäufer ist wohl langweilig und anstatt seine Produkte anzupreisen, vertreibt er sich die Zeit mit Hantel-Training |
Nach dem Souq sind wir in das Büchercafé auf der King George
gegangen, das ab jetzt zu meinen neuen Lieblingsorten in Tel Aviv gehört: es
ist sehr gemütlich, der Kaffe ist gut (deutlich besser als der Nescaffé, den
wir immer in Beit Perry trinken) und vor allem gibt es eine riesige Auswahl an
Büchern, auf Hebräisch, Englisch und Französisch. Wenn man sich einmal hinsetzt
und anfängt zu lesen, vergisst man völlig, dass man sich im Stadtzentrum von
Tel Aviv befindet.
Auf der Ibn Gabriol, einer der Hauptstraßen Tel Avivs, gibt
es einen Pita-Laden, bei denen man keine Falafel, sondern allerlei anderes
Zeugs, zum Beispiel Lamm Kebab oder Ratatouille in das Pita-Brot bekommt –
super lecker! Am Abend sind wir noch durch Florentine gelaufen, das sowas wie
das Studentenviertel mit vielen Bars und Kneipen ist – an dem Tag waren
allerdings fast nur amerikanische Touristen da.
| Wir drei und ein Graffiti in Florentine |
Am nächsten Tag habe ich den beiden den Nationalpark in
Herzliya gezeigt. Israel war wieder so, wie man es kennt – also warm. Kathi und
ich sind – und es war immerhin die Woche vor Weihnachten – tatsächlich auch
noch schwimmen gegangen. Ich weiß nicht, wer die These aufgestellt hat
(wahrscheinlich war ich es selber), man könne in Israel nicht das ganze
Jahr über im Meer schwimmen gehen. Sie ist auf jeden Fall falsch.
Als ich am darauffolgenden Samstag seit langer Zeit noch
einmal Schicht hatte, konnten Kathi und Clara vorbeikommen und die Friends ein
bisschen kennenlernen. Am Abend gings ins Kino im Dizengoff Center und danach
wollten wir eigentlich feiern gehen. Als wir uns gegen halb zwei auf die Suche
nach einem Club machten, wurde uns allerdings überall gesagt, wir seien zu spät.
Und das in Tel Aviv, wo das Nachtleben eigentlich nie vor zwei losgeht. Statt
in einem Club in Florentin landeten wir also in einer Art Garagen-Party auf der
Allenby Street. Lama lo? Warum auch nicht?
| Blick von Yafo auf Tel Aviv |
Am Sonntag Morgen musste Kathi schon ziemlich früh raus, um
rechtzeitig am Flughafen für die umfangreichen Kontrollen zu sein. Aus
unerklärlichen Gründen fahren seit dem Wetter-Chaos-Wochenende immer noch keine
Züge zum Flughafen, sodass sie drei verschiedenen Busse nehmen musste. Mit Judith
und Clara verbrachte ich den restlichen Tag in Yafo und Neve Tzedek. Am
nächsten Morgen brachte ich dann noch Clara zum Bus, womit jetzt auch wirklich
alles erzählt ist! J
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