Make Hummus Not Walls

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Montag, 30. Dezember 2013

Strandtag im Dezember oder: Tel Aviv schläft anscheinend doch

Und da sagt nochmal jemand, man könne in Israel nicht das
ganze Jahr über ins Meer...: Am Strand von Herzliya


Getrocknete Früchte auf dem Souq HaCarmel

Shalom chaverim,

wie Ihr an meinen häufigen Blog-Einträgen im Moment merkt, habe ich ein paar ruhige Tage ohne nennenswerte Unternehmungen. Morgen ist allerdings Silvester und die Ruhe dahin. Die Zeit nutze ich also, Euch auf den allerneusten Stand zu bringen und noch zu Ende zu erzählen, was ich mir meinem Besuch unternommen habe.

Vorletzten Donnerstag sind Clara, Kathi und ich nach Tel Aviv gefahren und zuerst ein bisschen über den Souq HaCarmel, den schönsten Markt in Tel Aviv, geschlendert. Alle paar Meter werden einem buntes Obst, frisches Gemüse oder süßes Zeugs zu guten Preisen angeboten und man muss sich wirklich beherrschen, nicht ständig zuzuschlagen.




Auf dem Souq HaCarmel: Dem Verkäufer ist wohl langweilig und anstatt
seine Produkte anzupreisen, vertreibt er sich die Zeit mit Hantel-Training

Nach dem Souq sind wir in das Büchercafé auf der King George gegangen, das ab jetzt zu meinen neuen Lieblingsorten in Tel Aviv gehört: es ist sehr gemütlich, der Kaffe ist gut (deutlich besser als der Nescaffé, den wir immer in Beit Perry trinken) und vor allem gibt es eine riesige Auswahl an Büchern, auf Hebräisch, Englisch und Französisch. Wenn man sich einmal hinsetzt und anfängt zu lesen, vergisst man völlig, dass man sich im Stadtzentrum von Tel Aviv befindet.
 
Im Büchercafé auf der King George Street

Auf der Ibn Gabriol, einer der Hauptstraßen Tel Avivs, gibt es einen Pita-Laden, bei denen man keine Falafel, sondern allerlei anderes Zeugs, zum Beispiel Lamm Kebab oder Ratatouille in das Pita-Brot bekommt – super lecker! Am Abend sind wir noch durch Florentine gelaufen, das sowas wie das Studentenviertel mit vielen Bars und Kneipen ist – an dem Tag waren allerdings fast nur amerikanische Touristen da.



Wir drei und ein Graffiti in Florentine


Am nächsten Tag habe ich den beiden den Nationalpark in Herzliya gezeigt. Israel war wieder so, wie man es kennt – also warm. Kathi und ich sind – und es war immerhin die Woche vor Weihnachten – tatsächlich auch noch schwimmen gegangen. Ich weiß nicht, wer die These aufgestellt hat (wahrscheinlich war ich es selber), man könne in Israel nicht das ganze Jahr über im Meer schwimmen gehen. Sie ist auf jeden Fall falsch.

Als ich am darauffolgenden Samstag seit langer Zeit noch einmal Schicht hatte, konnten Kathi und Clara vorbeikommen und die Friends ein bisschen kennenlernen. Am Abend gings ins Kino im Dizengoff Center und danach wollten wir eigentlich feiern gehen. Als wir uns gegen halb zwei auf die Suche nach einem Club machten, wurde uns allerdings überall gesagt, wir seien zu spät. Und das in Tel Aviv, wo das Nachtleben eigentlich nie vor zwei losgeht. Statt in einem Club in Florentin landeten wir also in einer Art Garagen-Party auf der Allenby Street. Lama lo? Warum auch nicht?

Blick von Yafo auf Tel Aviv
Am Sonntag Morgen musste Kathi schon ziemlich früh raus, um rechtzeitig am Flughafen für die umfangreichen Kontrollen zu sein. Aus unerklärlichen Gründen fahren seit dem Wetter-Chaos-Wochenende immer noch keine Züge zum Flughafen, sodass sie drei verschiedenen Busse nehmen musste. Mit Judith und Clara verbrachte ich den restlichen Tag in Yafo und Neve Tzedek. Am nächsten Morgen brachte ich dann noch Clara zum Bus, womit jetzt auch wirklich alles erzählt ist! J






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