Shalom, chaverim!
An unserem dritten Abend wurden wir von einer der Guides auf eine Geburtstagsparty mitgenommen. Die Feier fand auf einem Hausdach im Norden Ra’ananas statt und kam genau zur richtigen Zeit: wir lernten nicht nur viele nette Israelis, sondern auch Ra’anana besser kennen.
An unserem dritten Abend wurden wir von einer der Guides auf eine Geburtstagsparty mitgenommen. Die Feier fand auf einem Hausdach im Norden Ra’ananas statt und kam genau zur richtigen Zeit: wir lernten nicht nur viele nette Israelis, sondern auch Ra’anana besser kennen.
Jetzt aber der Reihe nach: mit einem gut klimatisierten Reisebus ging es für uns fünf Freiwillige (vier Deutsch, eine Israelin), 17 (!) Guides und 17 Friends erst einmal in ein Freibad mitten in der Wüste. Die große Anzahl an Betreuern heißt übrigens nicht, dass die Friends permanenter Einzelbetreuung bedürften, sondern vielmehr, dass sich keiner der Guides so eine tolle Reise entgehen lassen wollte.
Dieses Freibad – vom ökologischem Wahnsinn mal abgesehen –
war eine willkommene Erfrischung und nebenbei auch die erste richtige Gelegenheit
für uns, die Friends richtig kennenzulernen. Das erwies sich allerdings als
ziemlich schwierig – hauptsächlich wegen nichtvorhandenen Hebräisch-Kenntnissen
unsererseits, aber auch, weil wir so gut wie gar nichts über die Autisten, ihr
Krankheitsbild und ihre Vorlieben wussten und häufig nicht einmal ihren Namen
kannten.
| Blick auf Jordanien |
Am nächsten Morgen ging es weiter mit einer Kanufahrt im
Jordan – der sich allerdings als dreckiger und auch ziemlich popeliger Fluss
erwies. Trotzdem war das Wasser angenehm kühlend und auch der ein oder andere
Friend ließ sich zu einem Bad überreden. Auf dem Weg zurück zum Kibbuz fuhren
wir ziemlich lange am See Genezareth vorbei – an den wir sicherlich noch einmal
gesondert reisen werden.
Am Abend fuhren wir in einen anderen Kibbuz, wo wir Tieren
anschauten, trommelten und ich feststellte, dass zwei der Friends Englisch
verstehen! Nachdem einer von ihnen mich wirklich stundenlang auf Hebräisch
zugetextet hatte und von mir immer nur „Ani lo metaberet ivrit“ (ich spreche
kein Hebräisch) als Antwort erhalten hatte, fing er plötzlich an, die Tiernamen
auf Englisch zu sagen. Da ich mich freute, freute sich der Friend noch mehr. So
endete der Abend damit, dass ich mir an die hundert Male „Cow in the English,
nachhon? Sheep in the English,
nachhon? Dog in the English, nachhon?“ anhören durfte – was ich immer
mit „Nachhon, nachhon!“ (richtig) beantwortete – denn so viel Hebräisch
beherrschte sogar ich schon.
Um jetzt langsam mal weiter zu kommen nur noch schnell die
restlichen Stationen des Urlaubs: Kaffee und Kuchen im Kibbuz,
Schokoladenfabrik inklusive Film und Probieren, Eisessen bei McDonalds – denn klar:
andere Länder, andere Sitten, aber Schokolade und Mcces geht wohl immer.