Make Hummus Not Walls

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Mittwoch, 8. Januar 2014

Silvester in Tel Aviv oder: Deutsche Verstärkung in Beit Perry


Auch ein paar Israelis haben Silvester gefeiert: in Yafo

Shalom chaverim,

Nachdem schon zwei Hosen, unzählige T-Shirts, Judiths Kamera und ihre Sandalen in Israel kaputt gegangen ist, hat nun auch mein Laptop beschlossen, seinen Geist aufzugeben. Ein hilfsbereiter Guide will sich seiner jetzt annehmen, allerdings gibt es wohl nicht allzu viel Hoffnung. 

Im Moment benutze ich einen der sechs Beit Perry-Computer, doch das Bloggen erweist sich als eine schwierige Angelegenheit: nicht nur ist die Tastatur anders (man kann sie glücklicherweise so einstellen, dass man mit lateinischen und nicht hebräischen Buchstaben tippt - sonst könnte es wirklich witzig werden...), sondern auch der Computer an sich läuft auf Hebräisch. Ich habe somit eben eine halbe Ewigkeit damit verbracht, Bilder von Judiths Festplatte in meinen Ordner zu packen, weil keine Ahnung habe, was beispielsweise "Neuer Ordner" auf Hebräisch heisst...

In einem AMPM in Tel Aviv
Neben unzähligen Computer-Neustart-Versuchen haben wir aber auch noch Silvester gefeiert. Am 31. selber haben wir noch gearbeitet und als wir um 23.30 endlich in Tel Aviv ankamen, beschlossen wir, unsere Sachen noch nicht ins Hostel zu bringen, da wir den Jahresübergang mit unseren Freunden am Strand und nicht an der Hostel-Rezeption verbringen wollten. Vom Strand aus liefen wir mit ein paar Freundinnen zum Jaffa-Hostel, wo andere Volontäre übernachteten. Vom Dach des Hostels, wo wir um 00.00 Uhr waren, hat man einen tollen Blick. Jahreswechsel war in Israel allerdings schon im September (wir leben schliesslich auch im Jahr 5774) und das Feuerwerk - bestehend aus ein paar mickrigen Böllern, die irgendwelche Nicht-Israelis über Tel Aviv verteilt starteten - fiel entsprechend klein aus.

Zu diesem Zeitpunkt waren wir eine Gruppe von vielleicht 20 Jugendlichen und es gab gefühlt auch 20 verschiedenen Pläne für den Abend, sodass wir uns aufteilten. Judith und ich beschlossen, uns unser Hostel zu sparen und stattdessen mit dem ersten Bus am Morgen zurückzufahren. Das Gepäck ließen wir bei zwei Freundinnen im Yaffa Hostel, die eh vorhatten, uns am nächsten Tag besuchen zu kommen. In "The Block", einem Club direkt neben der CBS, trafen wir uns mit Milena und Rebekka und hielten tatsächlich bis zum ersten Bus um 05.15 durch.



In "The Block"

In Ra'anana war allerdings nur wenig Zeit zum Schlafen - um 15.00 mussten wir schliesslich am Flughafen sein, um die neue deutsche Volontärin, Johanna, abzuholen. Johanna wird für ein halbes Jahr in Beit Perry sein und arbeitet vorerst mit mir Blauen Haus. An ihrem ersten Abend backten wir mit einer israelischen Freundin zusammen ziemlich verspätet Weihnachtsplaetzchen. Besser spät als nie!

Man vergisst gerne, dass momentan Winter ist:
Platz vor  dem Theter von Tel Aviv


Bialik Square in Tel Aviv
Mit Rebekka war ich am Freitag in Tel Aviv, wo wir uns Sushi gegönnt haben, was sehr lecker und auch nicht teurer als in Deutschland war. Im Goethe Institut, wo wir zum ersten Mal waren, liefen lauter motivierte Israelis rum, die fleissig für die Prüfung Deutsch A2 lernten. Wahrscheinlich wollen auch sie - wie eigentlich jeder Israeli - irgendwann nach Berlin... Als Volontär kann man sich in der Bibliothek kostenlos registrieren, sodass auch der Bedarf an Büchern für das Jahr locker gedeckt sein sollte. 


Wie immer am ersten Shabbat eines Monat blieben auch dieses Wochenende (fast) alle Friends in Beit Perry und wir machten einen besonderen Letiul, einen Ausflug. Dieses Mal ging es in eine Art Park nach Herzliya, wo wir mit den Friends süße Pita-Brote gebacken haben. Jeder der Friends bekam einen Teig-Klumpen, den er kneten und formen sollte. Wir haben diese Kreise mit Schoko-Creme beschmiert und dann in den Ofen getan.Von grosser Hilfe waren die Friends allerdings nicht - ein Grossteil des Teigs landete im Gras oder in ihren Haaren... 





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