Make Hummus Not Walls

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Freitag, 6. Dezember 2013

Auf dem Konzert von wem-auch-immer oder: Chanukka-Feier in Beit Perry

Shalom chaverim,

Letzten Mittwoch war ich mit ein paar anderen Volontären bei einem Konzert in Tel Aviv. Wie die Band heißt, wusste ich bis gerade nicht, habe es aber mal schnell recherchiert: KAFREE, bestehend aus dem Drummer Oded Kafri und seiner neu gegründeten Band. Die Mitvolontäre von Rebekka hatten ihn in Yafo Musik machen hören, sich mit ihm unterhalten und er hatte sie eingeladen, doch zu seinem Konzert zu kommen. Es hat sich auch wirklich gelohnt, denn er spielt richtig gut Schlagzeug und die Gastauftritte waren auch nicht schlecht. Das Konzert war allerdings schon gegen halb eins zu Ende (völlig untypisch für Tel Aviv!) und so sind wir noch ein bisschen ziellos durch Tel Aviv gelaufen, was auch immer schön ist. Die Temperaturanzeige am Supermarkt hat übrigens 22° angezeigt – um drei Uhr nachts im November!



In "The Zone" 

 Am nächsten Tag hatten wir in Beit Perry eine Chanukka-Feier. Nach dem völlig Feiertags-freien Oktober waren wir schon auf Feiertags-Entzug; gut also, dass es mal wieder einen gab. Chanukka, auch Fest der Lichter genannt, ist ein 8-tägiger jüdischer Feiertag, bei dem der Entweihung des zweiten Tempels in Jerusalem gedacht wird. Auf einer 9-armigen Chanukkia wird jeden Tag ein weiteres Licht (am ersten Tag zwei) angezündet. Es ist ebenso Tradition Sufganiyot, sowas wie deutsche Berlinern, zu essen. In Beit Perry hatten wir ein kleines Buffet für die Friends und ihre Eltern; das Problem bei solchen Buffets ist allerdings, dass manche der Friends – wenn man mal nicht aufpasst – auch gerne fünf Sufganiyot essen. Erkennbar übrigens auch an ihren weißen Hemden, die nachher überwiegend nicht mehr weiß waren.


Sufganiyot
Auch für Chanukka gibt es natürlich entsprechende Lieder, die man im Moment ebenso oft hört wie Lieder von Arik Einstein, dem berühmten israelischen Sänger, der vor ein paar Tagen gestorben ist. Während der Chanukka-Feier lag der Schwerpunkt verständlicherweise auf den Chanukka-Lieder und die Friends haben zusammen mit Ofir, dem Lehrer, der einmal in der Woche mit ihnen trommelt und Musik macht, gesungen. Es hat erstaunlich gut geklappt; manche haben natürlich wieder angefangen, sich wie bescheuert im Kreis zu sehen, die Arme in die Luft zu schmeißen oder einfach ein bisschen durch den Raum zu laufen. Wirklich schade, dass ich keine der Videos zeigen darf…
Die Chanukka-Feier war auch gleichzeitig die Verabschiedung von Sarah, der House Managerin vom Red House. Die Friends haben Bilder für sie gemalt und einer von ihnen – er ist very high-functioning – hat eine echt berührende Rede gehalten.
Am Abend, dann allerdings außerhalb von Beit Perry, haben wir noch eine andere Verabschiedung gefeiert; nämlich von Shiri, der israelischen Volontärin, die allerdings nur für ein paar Wochen Urlaub nimmt und dann anfängt, als Guide in Beit Perry zu arbeiten.


Am nächsten Tag bin ich dann in den Kibbuz gefahren, von dem ich schon berichtet habe. Hätte ich von der Hungersnot dort gewusst, hätte ich vielleicht ein paar der Sufganiyot eingepackt! J

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