Make Hummus Not Walls

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Samstag, 14. Dezember 2013

Balagan Teil II oder: Im Design Museum Holon

Design Museum Holon

Shalom chaverim,

Gestern Morgen sind Kathi und ich also früh aufgestanden mit dem Plan, nach Jerusalem zu fahren. Aber auch nur theoretisch. Als wir gerade alles gepackt und die Rucksäcke schon auf dem Rücken hatten, rief mich Judith von ihrer Schicht aus an, man habe ihr gesagt, Jerusalem sei gesperrt. So ein Quatsch, dachten wir uns, man kann doch nicht einfach die größte Stadt Israels sperren.

Da das Internet zu diesem Zeitpunkt noch funktionierte, erfuhren wir allerdings schnell, dass tatsächlich die meisten Straßen in und um Jerusalem gesperrt waren, die Route 1, die Verbindungsstraße zwischen Tel Aviv und Jerusalem nicht mehr befahrbar war und auch keine Busse dorthin fuhren. In Jerusalem lagen 50 cm Schnee und überall war Balagan.

Unseren viertägigen Trip, unter anderem mit Ausflügen ans Tote Meer und nach Bethlehem, konnten wir uns also abschminken. Ziemlich enttäuscht saßen wir mit gepackten Rucksäcken in Ra’anana und überlegten, wie wir noch irgendetwas Sinnvolles an dem Tag machen könnten. Man muss bedenken, dass das Wetter nicht nur unfassbar schlecht, sondern auch noch Freitag war, die Busse also nur bis maximal 17.00 Uhr fahren würden.

Es bot sich also an, in ein Museum zu gehen. Wir entschieden uns für das Design Museum in Holon, einer Stadt nördlich von Tel Aviv. Es ist ein sehr modernes, erst 2010 eröffnetes Museum, das wechselnde Ausstellungen zeigt. Die momentane heißt „Free Wheel – Cyclepedia, Iconic Bicycle Design“ und beschäftigt sich  – wie unschwer zu erkennen ist – mit Fahrrädern und ihrem Design im Laufe der Jahrzehnte.


Das Museum wird von fünf roten Stahl-Streifen umrundet



Da wir eh über Tel Aviv nach Ra’anana fahren mussten, wollten wir in Tel Aviv einen Stopp einlegen, Kaffee trinken gehen und von dort aus weiterfahren. Als wir gerade das Museum verließen – es regnete immer noch in Strömen – bekam ich einen Anruf von einer unglaublich besorgten Freundin. Als wir ihr sagten, dass wir in Tel Aviv waren und es uns gut ging, meinte sie zu uns, auch die Straßen um Tel Aviv würden wahrscheinlich geschlossen werden und wir sollten so schnell wie möglich nach Hause kommen. Wir nahmen also von Tel Aviv aus direkt einen Bus nach Ra’anana. Die Straßen um Tel Aviv – hier fällt schließlich kein Schnee – wurden selbstverständlich nicht gesperrt. Aber die Israelis sind von dem Wetter völlig verunsichert und erwarten wohl den baldigen Weltuntergang….

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