Make Hummus Not Walls

Make Hummus Not Walls

Donnerstag, 28. November 2013

Die Brücke nach Nirgendwo oder: Ein Besuch in Yad Vashem

Shalom Chaverim,

dass ich mich so lange nicht gemeldet habe, liegt nicht etwa daran, dass nichts passiert wäre – im Gegenteil, ich war einfach kaum zu Hause. Und die wenigen Stunden, die wir tatsächlich in Beit Perry verbracht haben, haben wir dazu genutzt zu arbeiten und unser zweites Zimmer zu putzen und einzurichten. Unsere israelische Volontärin hat letzten Sonntag nämlich ihren Dienst hier nach einem Jahr beendet und ist ausgezogen. Ziemlich spontan – genauer gesagt am Tag ihrer Verabschiedungsfeier; der Kuchen war gebacken und die Friends informiert – hat sie allerdings beschlossen, hier doch noch weiter als Guide zu arbeiten. Ihr ehemaliges Zimmer haben wir auf jeden Fall bezogen und eingerichtet, sodass wir jetzt das ganze Apartment für uns haben- Bilder kommen noch!

Im Holocaust-Museum
Jetzt aber von Anfang an...
Letzten Donnerstag haben Judith und ich an einer Führung durch Yad Vashem für deutsche Volontäre teilgenommen. Yad Vashem ist vielen bekannt durch Bildern aus Nachrichtensendungen, schließlich ist es Pflichttermin für jeden Staatsgast, hierher zu kommen und eine Kranz niederzulegen – wenige Tage vor uns war zum Beispiel Frankreichs Premier Hollande dort.

Die größte und bekannteste Holocaust-Gedenkstätte ist an sich ein ziemlich großes Gelände auf dem Herzl-Berg. Neben mehreren Museen und Monumenten, die an die 6 Mio. Opfer der Judenvernichtung erinnern sollen, ist vor allem das Archiv von Bedeutung. Wir bekamen von der Frau, die als erste Deutsche in Yad Vashem angestellt wurde (was viele Holocaust-Überlebende kritisiert haben) eine Führung. Sie arbeitet hauptsächlich im Archiv und konnte uns von vielen Erfolgen berichten: so haben Familienangehörige, die sich gegenseitig für im KZ umgekommen hielten, nach Jahren in Israel wiedergefunden.



Die Halle der Namen
In dem Museum wird ausführlich der Aufstieg des Nationalsozialismus, das Leben in jüdischen Ghettos und die Deportation in KZs dokumentiert. Viele der Bilder und Objekte sind auf Deutsch, wie beispielsweise Bekanntmachungen, die davor warnen „beim Juden“ zu kaufen – vieles kennt man aus Geschichtsbüchern. Am Ende des Museums befindet sich die Halle der Namen, ein Raum voller Porträts, der symbolisch als Friedhof zu verstehen ist.

In der Allee der Gerechten unter den Völkern wird an die Nicht-Juden, die ihr Leben riskierten um Juden zu helfen und zu verstecken, mit jeweils einem Baum gedacht. Ein Gerechter unter den Völkern zu sein ist die höchste Auszeichnung, die ein Nicht-Jude vom Staat Israel bekommen kann.

Besonders eindrucksvoll und bewegend fand ich die Kindergedenkstätte: in einem dunklen Raum leuchten die überlebensgroßen Gesichter ermordeter Kinder auf. Direkt daran schließt sich eine Halle an, in deren Mitte nur eine Kerze – das ewige Licht – leuchtet. Durch ein komplexes Spiegelsystem wird das Licht 1,5 Mio. Mal reflektiert: für jedes getötete Kind ein Licht. In dem Raum herrscht an sich Stille, nur eine Stimme liest in verschiedenen Sprachen den Namen, Geburtsort – und datum der Kinder vor.

Verlässt man den dunklen Raum und steht wieder auf dem Bergplateau mit Sicht auf Jerusalem und die umliegenden Berge, hat man ein sehr merkwürdiges Gefühl…Vor einem befindet sich die Brücke nach Nirgendwo, eine unvollendete Brücke, deren Gleise abgeschnitten sind und die ins Tal ragt…

Die Brücke nach Nirgendwo

Das meiner Meinung nach Spannende und Faszinierende an Yad Vashem ist, dass es eine Gedenkstätte ist, die kein abgeschlossenes und unveränderbares Museum darstellt: auch wenn die Zahl der Child Survivor, also derer, die den Holocaust als Kinder miterlebt und überlebt haben, immer weiter zurückgeht, gibt es noch unendlich viele Augenzeugen, die jeden Tag dorthin kommen, vom Erlebten berichten, das Archiv um Informationen ergänzen und Menschen auf Fotos benennen können.

Ziemlich schweigsam und irgendwie in gedrückten Stimmung sind wir Volontäre zurück nach Jerusalem gefahren und haben dort Falafel gegessen – wir hätten uns allerdings nicht so viel Zeit lassen sollen: theoretisch war der Plan gewesen, dass Judith, Rebekka und ich mit dem Bus nach Haifa und von dort aus nach Kiryat Tivon fahren, um das Wochenende mit anderen Freiwilligen zu verbringen. Womit wir nicht gerechnet hatten, war, dass um halb neun abends keine Busse mehr von Jerusalem nach Haifa fuhren – einer der Hauptverbindungsachsen. Insofern auch überraschend, wenn man bedenkt, dass am Wochenende selbst im halbe-Stunde-Takt Nachtbusse ins kleine Ra’anana fahren…

Zu dritt sind wir also nach Ra’anana gefahren und haben Beit Perry deutlich früher wiedergesehen als gedacht – wenn auch nicht für lange Zeit, denn am nächsten Morgen ging es endlich los nach Kiryat Tivon. Dort haben wir den Geburtstag von Malin gefeiert – am Mittag in einem Café in Tivon und am Abend in einem Club in Haifa.

In Haifa


Samstag, 16. November 2013

Israelische Bürokratie oder: Jeder Tel Avikni ist anders

Am Strand von Hadera

Kleines Update aus Israel – ereignisreiche Tage liegen hinter mir: am Dienstag nach der Arbeit ging es für mich nach Hadera, wo ich eine andere deutsche Volontärin besucht habe. Hauptsächlich bin ich dorthin gefahren, um die Freundin zu besuchen und Hadera anzuschauen, aber es ist auch immer interessant zu sehen, wie und wo andere Volontäre wohnen und arbeiten. (Und ehrlich gesagt stelle ich immer fest, wie froh ich doch bin, in Beit Perry zu sein!)

Schild auf dem Parkplatz
des Strandes
Hadera ist 1891 von einer Gruppe russischer Zionisten gegründet worden, die sich am Ort ihrer Träume glaubten, als sie den schönen Flecken Land am Meer entdeckten. Was sie nicht wussten: der Ort war eine Malaria-Hochburg – innerhalb der ersten Jahre starb die Hälfte der Einwanderer an Malaria. Heutzutage wird Hadera leider stark von dem Kohlekraftwerk geprägt, das zwar einige Kilometer vom Meer entfernt liegt, dessen Kühlungssysteme allerdings bis ins Meer hineinreichen.

Rebekka und ich sind am Mittwoch Morgen an den Strand gefahren,  der sehr weitläufig und von mehr oder weniger steilen Felsen umgeben ist. Danach habe ich sie in ihr Projekt begleitet, einem Heim für Menschen mit körperlicher und geistiger Behinderung. Dieses liegt mitten in der Stadt und von einer Dachterrasse aus hat man einen guten Blick – und einen tollen Ort, um die Novembersonne zu genießen.




Der Strand von Hadera

Am nächsten Morgen – wieder in Ra’anana - musste ich um 6 Uhr für die Wake-Up-Shift aus dem Bett, in das ich – was ich dort allerdings noch nicht wusste – erst nach 22 Stunden wieder gehen würde: Israelische Bürokratie ist nämlich eine sehr langwierige Angelegenheit. Nach der Wake-Up also fuhren Judith und ich mit dem Taxi nach Herzliya, wo wir uns mit unserer Social Workerin trafen, um unsere Visa von Touristen-Visa auf Ein-Jahres-Visa auszuweiten. Da der nächste verfügbare Termin im Februar (!) gewesen wäre, hatten wir beschlossen, zur allgemeinen Sprechstunde zu gehen. Dass wir lange warten würden, hatten wir schon erwarten – allerdings hatten keiner von uns mit 4,5 Stunden gerechnet! In den völlig unterkühlten Warteräumen tummelten sich afrikanische Immigranten und entnervte Israelis. Wir zogen daher eine Nummer und verbrachen die nächsten Stunden in Parks und in der Innenstadt von Herzliya. Übrigens dauerte der Termin an sich kaum 10 Minuten, ich war sogar etwas enttäuscht, dass nur ein kurzer Blick auf mein Polizeiliches Führungszeugnis geworfen wurde, die tausend beglaubigten und übersetzten Dokumente aber kaum Beachtung fanden!

Im Stadtzentrum von Herzliya

Nach dem Amtsbesuch hatten wir in Beit Perry unsere – natürlich um Stunden nach hinten verlegte – Hebräisch-Stunde. Der Unterricht ist an sich eine gute Ergänzung zur Arbeit: bei der Arbeit über wir logischerweise Konversation, während der Schwerpunkt des Unterrichts auf Lesen und Schreiben liegt. Das Blaue Haus ist – im Gegensatz zum Grünen, in dem nur eine der Friends spricht – der perfekte Ort zum Learning by Doing: die Friends reden im Prinzip den ganzen Tag und so muss ich – auch wenn wahrscheinlich die Hälfte von dem, was ich sage, ziemlicher Mist ist und häufig gar nicht die Antwort auf die Frage bietet – den ganzen Tag Hebräisch reden. Dementsprechend bin ich schon Experte für Obst- und Gemüsesorten, Spiele, Klamotten und ein paar Lieder, könnte aber kaum jemanden fragen, wo der nächste Supermarkt ist.

:
Rund, dreieckig, quadratisch: das Arizieli Center besteht
aus drei Wolkenkratzern. In den unteren Etagen
befindet sich eine riesigen Mall, oben Büros 
Nach der Hebräisch-Stunde fuhren wir nach Tel Aviv, wo wir uns mit einer Freundin getroffen haben. Sarah wandert in wenigen Wochen nach Deutschland aus, und auch wenn wir Englisch miteinander reden, haben wir schon viel Deutsch bzw. Hebräisch voneinander gelernt. Theoretisch hatten wir vorgehabt, in die Fotografie-Ausstellung „Schaustelle Berlin-Tel Aviv“ in der Cinematheque zu gehen (Sarah wird nämlich nach Berlin ziehen), doch es kam mal wieder alles anders: Judith und ich blieben zuerst länger als gedacht im riesigen Arizieli Shopping Center hängen und als wir Sarah endlich trafen, war es fürs die Ausstellung schon zu spät...






 Zunächst ging es nach Yaffo auf die Einweihungsparty von einem Motorrad-Store, mit dessen Besitze sie befreundet war. Spontan (und spontan ist alles in Tel Aviv) sind wir dann weiter in den Club Comfort 13, einen der wohl besten Clubs Tel Avivs, dessen Besitzer sie auch kennt. Dadurch kamen wir dort kostenlos und trotz Altersbeschränkung rein. Tel Aviv – hat letztens ein anderer Volontär festgestellt – ist an sich eine einzige Freakshow. Das Politische und Andächtige, das man aus Jerusalem kennt, sucht man hier vergebens. Tagsüber trifft man hier auf Studenten, Kulturliebhaber und Strandgäste, aber nachts zeigt sich das andere Tel Aviv, in dem wirklich eine Vielzahl verrückter Leute wohnt, deren Verrücktsein sich in ihrer Art zu kleiden und zu reden zeigt: gestern auf dem Weg zum Nachtbus ist beispielsweise ein Mann an uns vorbeigelaufen, der nichts trug außer einer Badehose – nicht einmal Schuhe. Dazu fällt mir eine Redewendung aus dem Rheinland ein: Jeder Jeck ist anders! Nebenbei wurde Tel Aviv auch schon mehrfach zu einer der Schwulen-freundlichsten Städte weltweit gewählt. Nicht umsonst findet man auf der Internetseite des Fremdenverkehrsbüros die Rubrik Gays in TLV und sieht überall in der Stadt auch Werbung für entsprechende Partys.




Im Comfort 13


Kulturliebhaber und Strandgäste, aber nachts zeigt sich das andere Tel Aviv, in dem wirklich eine Vielzahl verrückter Leute wohnt, deren Verrücktsein sich in ihrer Art zu kleiden und zu reden zeigt: gestern auf dem Weg zum Nachtbus ist beispielsweise ein Mann an uns vorbeigelaufen, der nichts trug außer einer Badehose – nicht einmal Schuhe. Dazu fällt mir eine Redewendung aus dem Rheinland ein: Jeder Jeck ist anders! Nebenbei wurde Tel Aviv auch schon mehrfach zu einer der Schwulen-freundlichsten Städte weltweit gewählt. Nicht umsonst findet man auf der Internetseite des Fremdenverkehrsbüros die Rubrik Gays in TLV und sieht überall in der Stadt auch Werbung für entsprechende Partys.


Eine Top Ten-Liste für Tel Aviv zu erstellen und dass Nachtleben hier außen vor zu lassen, wäre also irgendwie nicht richtig: es gibt eine sehr hohe Dichte an Clubs, die DJs, die hier auflegen, sind wirklich international bekannt und die Partys starten selten vor 2 Uhr und sind nicht selten ziemlich exzessiv. Zudem gibt es eine Vielzahl an gemütlichen Bars, insbesondere im Viertel Florentine. Dadurch, dass es noch so warm ist, sitzen die Leute immer noch draußen, und zieht man nachts durch die Straßen, hat man ständig Lust, sich irgendwo entspannt hinzusetzen – wäre nicht alles so teuer!


Mit dem Bus sind Judith und ich später zurück gefahren und um 4 Uhr morgens – nach 22 Stunden auf den Beinen – im wahrsten Sinne des Wortes ins Bett gefallen.

Mittwoch, 13. November 2013

I can’t believe it’s november oder: Im Nationalpark Apollonia

An besonders kalten Tagen stürzen die Temperaturen mittlerweile manchmal auf 23° ab – Mitleid erwünscht! Judith und ich hatten daher am Montag mit 26° nochmal wirklich Glück gehabt… Okay, Spaß beiseite, aber ich kann wirklich nicht glauben, dass wir November haben. Während anderswo die Weihnachtsvorbereitungen beginnen, Schals ausgepackt und Plätzchen gebacken werden, habe ich das Gefühl, mich im Sommerurlaub zu befinden. Das liegt allerdings nicht nur daran, dass es so warm ist, sondern auch einfach daran, dass die Arbeit zwar anstrengend ist, aber Spaß macht und wir in der Freizeit so viel unternehmen.

So ging es am Montag für uns also in den Apollonia Nationalpark, der geradezu vor unserer Haustür – sprich Herzliya – liegt. Die Phönizier gründeten die Siedlung „Arsuf“ (benannt nach der Gottheit Reshef) im 6. Jhd. v. Chr. Reshef, der Gott des Krieges und des Sturms, wurde von den Bewohnern Arsufs mit der Gottheit Apollo identifiziert und daher in Apollonia umbenannt. Unter den Römern kam die Stadt zu voller Blüte, der Hafen wurde zum größten in der gesamten südlichen Sharon Ebene. Auf die Römer folgten die Byzantiner und später die Muslime, die eine Schutzmauer aus Angst vor den Byzantinern bauten. Nichtsdestotrotz eroberten die Kreuzfahrer im 13. Jhd. die Stadt und nannten sie um in Arsour. Kaum vier Jahre hatten wieder die Muslime das Sagen, dann ganze 100 Jahre die Kreuzfahrer und ab 1265 – trotz der mittlerweile verstärkten Mauer – die Mameluken.

Dementsprechend kann man in dem Park - unter anderem - sowohl die von den Kreuzfahrern konstruierte Festung und die von den Muslimen errichtete Mauer, als auch eine römische Villa und ein byzantinisches Wasserreservoir bestaunen.









Im Nationalpark Apollonia: vielleicht kann man sich
jetzt besser vorstellen, warum sich alles wie
ein sehr langer Sommerurlaub anfühlt!

Besonders toll ist am Park allerdings die Lage: vom höchsten noch erhaltenen Punkt der Festung aus hat man einen tollen Blick: rechts sieht man bis Caesarea und links den Hafen von Herzliya und dahinter wieder den von Yaffo – wie klein die Welt (und insbesondere Israel) doch ist!

Vom selben Standpunkt aus: Blick auf Caesarea....
...Herzliya und Yaffo

Nach dem Park (der flächenmäßig wirklich klein ist) sind Judith und ich noch etwas an den Strand gegangen. Ziemlich bald mussten wir allerdings wieder los – sie zur Arbeit und ich ins Krankenhaus nach Kfar Saba. Nein, ich bin nicht krank, musste allerdings bei einem der Friends bleiben, der dort liegt. Er ist nämlich Epileptiker und darf nie alleine gelassen werden – und wird momentan rund um die Uhr von Guides bewacht. Es war interessant, ein israelisches Krankenhaus von innen zu sehen: betritt man das Gebäude, hat man das Gefühl, in einer Mall zu sein: es gibt Läden, Coffee-Shops und auch Fast-Food-Stores. In den oberen Stockwerken befinden sich die verschiedenen Abteilungen. Die Krankenhäuser – habe ich mir von einer deutschen Medizin-Studentin, die in Israel ein Praktikum gemacht hat, bestätigen lassen – sind technisch absolut auf europäischem Standard. Die Mentalität – das merkt man direkt – ist hier allerdings eine andere und mit Problemen wird, um es vorsichtig auszudrücken, entspannter umgegangen…


Nein, das hier ist keine Mall: Krankenhaus in Kfar Saba

Vom Krankenhaus aus bin ich nach Herzliya gefahren, um mich mit Judith und einer Freundin zu treffen. Abends etwas trinken zu gehen, sollte man allerdings nicht zu oft: ein Bier kostet umgerechnet mindestens 6€! Trotzdem: die wunderbaren Sommertemperaturen – auch bei Nacht und im November – entschädigen einen!


Samstag, 9. November 2013

Das Gute liegt so nah oder: Wie ich aus einer Moschee geschmissen wurde




Shalom chaverim,

Israel überrascht immer wieder: Heute habe ich a) gelernt, dass es in Herzliya einen Nationalpark gibt, bin b) aus einer Moschee geworfen worden und wurde c) vom Bewacher der indischen Botschaftsresidenz beschimpft. Nebenbei habe ich festgestellt, dass man auch im November das Haus nicht ohne Sonnenbrille und vor allem nicht mit langer Hose verlassen sollte. (Zu meiner Verteidigung: die lange Hose hatte ich nur an, weil ich ja in die Moschee wollte – aus der ich dann rausgeschmissen wurde.)

Jetzt aber von Anfang an: Das Gute liegt bekanntlich nahe und anstatt immer nur von Haifa, Jerusalem und anderen entlegenen Orten zu schwärmen, habe wollte ich mir heute Herzliya etwas genauer anschauen. Da Israel und ich momentan noch in einer Kennenlern-Phase sind, folge ich immer noch ganz gerne den Tipps des Reiseführers. Von den Stränden – die ich schon wirklich gut kenne – abgesehen, wird die Sidna-Ali Moschee und Apolollonia, eine ehemalige Kanaanäersiedlung (oder besser gesagt: deren Reste) empfohlen.

Das Minarett der Sidna Ali-Moschee
Die Sidna Ali-Moschee, benannt nach Ali Ibn Alim, einem gegen die Kreuzfahrer kämpfenden Heerführer Saladins, ist oberhalb von einem der nördlichen Strände Herzliyas gelegen. Bevor ich das Gebäude betrat, fragte ich mit Handzeichen einen Mann, der vor der Moschee stand, ob ich reingehen dürfte. Er konnte kein Englisch (und mit Hebräisch sollte man hier gar nicht erst kommen), nickte aber und zeige mit der Hand auf den Eingang. Gut verschleiert – das hier war schließlich nicht meine erste Moschee – betrat ich den Innenhof, in dem ein paar Kinder spielten. Vorsichtig schaute ich in die Gebetsräume und fragte einen der herumlaufenden Jungen mit Handzeichen, ob ich dort reingehen könnte. Er antwortete mir – prompt in Englisch – dass ich ruhig reingehen könnte. Ich zog also meine Schuhe aus und wollte gerade den Raum betreten, als ich von einem Araber zurückgerufen wurde. Dass auch er kein Englisch konnte, stellte sich als Problem heraus und führte zu einem Missverständnis: ich zeigte auf mich und die Gebäude der Moschee um zu fragen, ob ich sie mir anschauen dürfte – bis jetzt hatte man es mir auch immer erlaubt. Auch er zeigte zuerst auf mich, dann auf die Gebäude um uns und nickte freundlich – eine meiner Meinung nach eindeutige Antwort. Ich ging also wieder zum Gebetsraum, fing an, mir die Schuhe auszuziehen – und wurde prompt wieder zurückgerufen. Diesmal zeigte der Mann auf mich, dann auf den Ausgang und sagte „Bevakascha, bevakascha“ (Hebräisch für bitte) in einem verärgerten Tonfall – diesmal war seine Aussage ziemlich leicht zu verstehen.



Felsformationen am Strand von Herzliya

Ich verließ also die Moschee und ging zum Hundestrand, der sich unterhalb der Moschee befindet. Die nördlichen Strände Herzliyas sind die meiner Meinung nach deutlich schöneren: statt von Toiletten und Cafés werden sie von Felsen und Dünen abgeschlossen, sie sind leerer und man wird nicht ständig von einem Bademeister zurückgepfiffen. Nach einem ausgiebigen Strandspaziergang kletterte ich in die Dünen, von wo aus man einen tollen Blick hat: vor einem liegt das von Meer voller Segelboote, links die „Skyline“ von Herzliya und rechts die wie gesagt traumhaft gelegenen Sidna Ali-Moschee. Hinter den Dünen – mit Blick aufs Meer – schließen sich bonzige Gärten von noch bonzigeren Häusern an. (Jeder Garten mit großer Grünfläche ist in Israel an sich schon bonzig – hier herrscht schließlich Wassermangel!) In den Häusern leben überwiegend Diplomaten, Israel-Korrespondenten und fremde Geschäftsleute. Dementsprechend sind die Häuser – durch Kameras und Security Menschen – gut geschützt. Die meisten sind einfach nur modern und protzig, aber ein paar schöne sind auch dabei. Dementsprechend bin ich auf der zu den Dünen parallel verlaufenden Straße entlanggelaufen und habe Fotos gemacht – keine gute Idee: aus einem Gebäude – es war die Residenz des indischen Botschafters – kam plötzlich ein Security Mensch gestürmt - ja, gestürmt. Letztendlich tat es ihm glaube ich leid, mich dermaßen erschreckt zu haben, aber er meinte, ich müsse unbedingt das Foto löschen. Ich könnte schließlich eine Spionin sein! Insbesondere hat er mir davon abgeraten, Bilder von der US-amerikanischen Botschaftsresidenz zu machen, die auf der selben Straße liegt…

Eines der wenigen Häuser dieser Straße, das keine
Botschaftsresidenz beherbergt - Fotografieren ist also legal :)

Der Baum ist wohlmöglich älter als der Staat Israel:
in den Dünen von Herzliya
Mit dem Fahrrad fuhr ich noch weiter in den Norden, um ebenjene Reste der Kanaanäersiedlung zu besichtigen. Ich hatte erwartet, auf ein paar Mäuerchen zu stoßen, aber stattdessen: ein großes eingezäuntes Gelände, Kassenhäuschen, Parkplatz?? Ja, in Herzliya gibt es tatsächlich einen Nationalpark! Da Judith und ich zusammen eine Nationalpark-Karte haben, habe ich beschlossen, mit ihr hierher zurückzukommen und bin stattdessen weiter mit durch die Dünen gefahren – mit dem Fahrrad eine sehr anstrengende Angelegenheit.

Anstatt also eine Moschee und Apollonia zu besichtigen, war ich stundenlang am Strand spazieren und habe mit dem Fahrrad in den Dünen ordentlich an meiner Beinmuskulatur gearbeitet. Warum auch nicht – es war ein schöner Tag!

Das hier ist nicht etwa ein Leuchtturm - sondern eine Moschee in Top-Lage

Donnerstag, 7. November 2013

Hajom Jom Huledet oder: Ein Friend hat Geburtstag



Um nicht den Eindruck zu erwecken, wir würden hier nur reisen und uns die Gegend anschauen, nun zurück zum Alltag in Beit Perry. Dabei ist ‚Alltag‘ eigentlich irreführend ist, denn heute gab es wieder ein besonderes Ereignis außerhalb der Reihe: Jom Huledet, der Geburtstag von einem der Friends. Auch wenn er immer ähnlich gefeiert wird, ist er für die Friends von unterschiedlicher Bedeutung: die einen reden Wochen im Voraus von nichts anderem mehr, während andere selbst am eigentlichen Tag nicht wirklich verstehen, warum denn alle wie bescheuert singen und Mohrenköpfe essen.

Anlässlich eines Geburtstags wird der Innenhof (oder eben ein Wohnzimmer, je nachdem, ob das Wetter mitmacht – was meistens der Fall ist) liebevoll mit Luftballons, Luftschlagen und Bildern dekoriert. Am Abend versammeln sich alle Friends und die Familie des Geburtstagskindes in einem Stuhlkreis und es werden erst einmal einige Geburtstagslieder gesungen. Der Klassiker „Hajom Jom Huledet“ (heute ist der Geburtstag von XY) gehört neben dem Aleph-Beth-Song und dem Lied zu Rosh Hashana zu den nervigsten und hartnäckigsten hebräischen Ohrwürmern. Nach dem Gesang laufen die Friends einzeln zum Geburtstagskind, schütteln ihm die Hand und wünschen ihm Mazal Tov, Alles Gute. Das tuen sie allerdings auf sehr unterschiedlich liebevoll Art: Während die einen geradezu aufspringen oder sogar ein selbstgemaltes Bild überreichen, haben wir Probleme, die anderen dazu zu motivieren, aufzustehen und dem Friend ordentlich zu gratulieren. Der Hauptgrund für die Friends sich auf den Tag zu freuen, ist wohl das Essen: meistens bringen die Eltern des Geburtstagskindes Pizza, Kuchen und Mohrenköpfe mit – für die Friends eine willkommene Abwechslung. Nach dem Essen wird getanzt: einige der Friends ergreifen frühzeitig die Flucht, manche schauen mehr oder weniger begeistert zu, andere tanzen wirklich schön und auch im Rhythmus der Musik und wieder andere tanzen auf eine sehr spezielle Art – die darin besteht, dass sie ihre Hände ineinanderlegen, den Kopf schief halten und sich dann wirklich wie bescheuert für mehrere Minuten im Kreis zu drehen. Wir Guides fragen uns dann immer, wie sie es schaffen, den Kuchen im Magen zu behalten – Übung macht den Meister. 

Dienstag, 5. November 2013

Beit Hatfutsot und die Universität oder: Zwei weiter Highlights in Tel Aviv

Museum of the Jewish Diaspora

Gestern habe ich den freien Tag genutzt und bin (zum ersten Mal ohne Judith!) nach Tel Aviv gefahren und habe direkt zwei neue Punkte für meine Top Ten-Liste für Tel Aviv entdeckt.
Da mir das ach so schlaue Internet die falsche Haltestelle genannt hatte, bin ich zu weit gefahren. Ich war allerdings zu geizig, ein neues Busticket zu kaufen, um ein paar Stationen zurück zu fahren und habe deshalb den Busfahrer (der erkennbar kein Englisch konnte) auf Englisch gefragt, ob ich mit meinem Ticket auch wieder zurückfahren könne. Mir war natürlich bewusst, dass es nicht gehen würde, aber der arme Kerl hatte nicht die sprachlichen Fähigkeiten, mir das auf Englisch zu sagen. Weil er Mitleid hatte (oder genervt war) meinte er irgendwann einfach „Setz dich hin!“  und ich fuhr kostenlos mit – in Israel hilft es öfters, sich einfach ein bisschen doof zu stellen. J

5) Die Stadt Tel Aviv bietet jede Woche vier Stadtführungen zu den Themen Bauhaus in TLV, Jaffa, TLV by Night und eine über den Campus an. Gestern habe ich letztere mitgemacht: eine Architektin aus Tel Aviv hat mich und ein Schweizer Ehepaar (das allerdings früher gehen musste, sodass es eigentlich eine Privatführung war) über den Campus der Uni geführt und uns die Architektur der verschiedenen Gebäude näher gebracht. Die Uni an sich ist - wie eigentlich alles in Tel Aviv – nicht alt, sondern stammt aus den 60er Jahren. Sie liegt in Ramat Aviv, einem Stadtteil nördlich von Tel Aviv. Von manchen Teilen des Campus kann man bis zum Meer schauen. Der Campus besteht an sich aus einer riesigen Rasenfläche mit Palmen, auf der sich die Gebäude der einzelnen Fakultäten, die große Bibliothek, das Museum of the Jewish Diaspora sowie eine Synagoge befinden. Die einzelnen Gebäude sind nie höher als drei Stockwerke, wodurch das Gelände gemütlich wirkt. 

Die Juristische Fakultät - ältester Teil der Uni
Cafeteria im Arts Department
Es gibt schlimmere Orte, die Zeit zwischen zwei
Vorlesungen totzuschlagen: auf dem Campus
der Universität von Tel Aviv

Ganze Regale mit deutschen Büchern:
in der Main Library
Natürlich wird man auch vor Betreten des Campus durchleuchtet und die Taschen durchsucht, ist man einmal drinnen, kann man problemlos in alle Gebäude gehen und sogar in die Vorlesungssäle schauen. In der Main Library gab es übrigens überwiegend englische, einige deutsche und französische, aber kaum hebräische Bücher!

Während der Tour sind wir auch in die noble Cymbalista Synagoge gegangen, deren Materialien das Feinste vom Feinsten sind: Onyx-Steine aus Pakistan, Marmor aus der Toskana, Granit aus Simbabwe, roter Stein aus den Dolomiten und Holz aus der Schweiz. Auch bei der Wahl des Architekten hat man keine Mühen und vor allem Kosten gescheut und den berühmten Schweizer Architekten Mario Botta engagiert. Norbert Cymbalista, der Sponsor der Synagoge, ist Unternehmer in der Schweiz und hatte wohl reichlich Geld locker.

Der eine Teil dient als klassische (aber natürlich sehr prächtige!) Synagoge, in dem anderen finden regelmäßig Vorlesungen zu judaistischen Themen statt, die für die Öffentlichkeit zugänglich und wohl sehr empfehlenswert sind.

Die Cymbalista Synagoge

6) Nach der Führung bin ich noch in das Beit Hatfutsot (Haus der Diaspora), einem großen Museum auf dem Campus gegangen, das sich mit dem Leben von Juden in der Diaspora, also dem – freiwilligen oder erzwungenen – Leben von Juden außerhalb Israels, befasst.

Die Memorial Column im Gedenkraum
Das Museum deckt dementsprechend mehrere tausend Jahre Geschichte ab. Man kann dort locker mehrere Stunden verbringen, da es unglaublich viel Ausstellungs-, Bild- und auch Videomaterial gibt. Auch wenn das Museum ausdrücklich betont, kein Holocaust-Museum zu sein, gibt es einen Raum der Erinnerung, der an alle Juden, die wegen ihres Glaubens sterben mussten, erinnert. Eine Lichtsäule scheint durch mehrere Gitterkäfige hindurch und steht für den jüdischen Glauben, der trotz Vertreibungen und Verfolgungen fortbesteht.

Besonders interessant ist die Abteilung, in der (überwiegend zerstörte) Synagogen aus der ganzen Welt im Kleinformat nachgebaut sind: jede der Synagogen ist ein Meisterwerk für sich und man merkt jeder den Einfluss des jeweiligen Standorts an. Dementsprechend hat beispielsweise die chinesische Synagoge die für China typischen grünen geschwungenen Dachsparren.


Am Abend ging es dann zu meiner ersten Zumba-Stunde in Ra’anana. Nur um nochmal ein Beispiel für die Sprachenvielfalt in Israel zu geben: Judith und ich hatten angefragt, ob man beim Zumba auch mitmachen kann, wenn man kein Hebräisch spricht. „No problem, darling,“ erhielten wir prompt als Antwort, „I’m an American myself!“

Montag, 4. November 2013

Akko von oben und unten oder: Auf der Suche nach Chagall

Die kunstvolle Kuppel der El-Jazzar-Moschee

Auch am letzten Seminartag hatten wir ein Gespräch, dass uns viele neue Erkenntnisse gebracht hat: Zu Gast war ein ranghoher früherer Berater von Yitzhak Rabin, dem ehemaligen Ministerpräsidenten Israels. Da er durch seinen Beruf so gut über die israelische Außerpolitik Bescheid wusste, war er ausgewählt worden, mit uns über Israels Sicherheit und die israelisch-palästinensischen Beziehungen zu reden. Reden ist allerdinge der falsche Ausdruck, da sich ein wahres Streitgespräch zwischen ihm und uns entwickelte. Er vertrat sehr radikale Positionen und war beispielsweise für ein militärisches Einschreiten der Westlichen Nationen in Syrien, aber auch Nordkorea. Dieses Mal also lernten wir einiges über den Israelisch-Palästinensischen Konflikt aus der Sicht eines ‚Insiders‘ der israelischen Politik. Nach Ende des Seminars wurden alle Volontäre in Haifa rausgelassen, für uns ging es direkt weiter zur Volontärs-WG.

Am Nachmittag fuhren wir mit in das Projekt von zwei Mitvolontären in Kiryat Tivon, das ganz anders als Beit Perry, aber auf seine Art auch sehr schön und friedlich ist.

Da unsere Freunde am nächsten Tag arbeiten mussten, sind Judith und ich von Kiryat Tivon alleine mit dem Sherut nach Akko, eine wunderschöne Hafenstadt nördlich von Haifa, gefahren. Die ehemalige Kreuzfahrerstadt, die 1291 von muslimischen Heeren erobert wurde und sich von 1918-1948 unter britischer Herrschaft befand, zählt – sicherlich auch wegen ihrer bewegten Geschichte – zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Läuft man durch die Altstadt, so fühlt man sich etwas an Jerusalem erinnert: neben einem türkischen Basar, und dem Souk el Abyad, dem Weißen Markt, gibt es mehrere Karawansereien, die meist aus dem 16. Jahrhundert stammen und als Rasthäuser für Reisende und Umschlagplätze für Waren dienten. Wie in Jerusalem findet man auch hier Kirchen, Moscheen und Synagogen dicht aneinander gedrängt: besonders sehenswert ist die El-Jazzar-Moschee, die von einem begrünten Innenhof umgeben wird. Man merkt übrigens, dass in Deutschland momentan Herbstferien sind: in der Moschee waren außer uns nur deutsche Familien.


Die Karawanserei Khan el Umdan
Die El-Jazzar-Moschee
Auf dem Souk el Abyad

Der Hafen ist ziemlich touristisch, allerdings kann man von hier einen wunderschönen Sonnenuntergang sehen. Am Mittag haben wir – was auch sonst – Falafel gegessen. Am Preis der Falafel kann man sehr gut das allgemeine Preisniveau einer Stadt ausmachen: während sie in Tel Aviv 15 NIS, in Netanya (Touristenpreis) 25 NIS kostet, sind es in Bethlehem gerade mal 5 NIS (was umgerechnet einem Euro entspricht!) Dass sie in der Touristen-Stadt Akko nur 10 NIX gekostet hat, hat uns ziemlich gewundert – dafür waren die Falafelbällchen auch kalt. L


Immer wieder lecker: Falafel

Das eigentliche Highlight Akkos ist – ganz anders als in Haifa – alles andere als gut sichtbar. Es befindet sich nämlich unterirdisch: die unterirdische Kreuzfahrerstadt, die den Rittern des Hospitaliterordens ab dem 12. Jhd. als Hauptquartier diente, befindet sich 8m unter dem heutigen Straßenniveau. Die einst darüber liegenden Gebäude wurden alle zerstört, die unterirdische Stadt mit Schutt aufgefüllt und darüber neue Gebäude errichtet. Die Eintrittskarte berechtigt auch zum Besuch des Templar’s Tunnel, einem unterirdischen Gang, der sich für Klaustrophobiker allerdings nicht empfiehlt…

Judith und ich stellten in Akko fest, schon zahlreiche Moscheen und Kirchen, allerdings noch keine Synagoge besichtigt zu haben. Dementsprechend folgten wir einem Hinweisschild und landeten in einer winzigen Synagoge. Die Juden, die dort beteten, hielten uns wahrscheinlich für amerikanische Jüdinnen und haben uns auf einen Kaffee eingeladen – allgemein überrascht uns die Gastfreundschaft und Offenheit Israelis immer wieder!
 


Traumhaft: der Sonnenuntergang in Akko
Nachdem wir noch etwas auf der Stadtmauer herumgelaufen sind, ging es zurück mit dem Sherut nach Kiryat Tivon. Von dort aus sind wir wieder in das Projekt unserer Mitvolontäre gefahren, dort haben die deutschen und die israelischen Volontäre zusammen Volleyball gespielt und anschließend wurde gegrillt.

An dem letzten Morgen unseres Urlaubs haben Judith und ich einen kleinen Zwischenstopp in Haifa eingelegt. Da das Wetter schlecht und die Rücksäcke schwer waren, haben wir uns für das Haifa Museum of Art entschieden, in dem es, so stand es im Reiseführer „über 7500 Werke internationaler Künstler wie Max Liebermann, Marc Chagall, Salvador Dalí…“ gibt. Liebermann? Chagall? Dalí? Fehlanzeige! In dem Museum gab es lediglich Ausstellung moderner Kunst, aber auch die haben sich gelohnt. Dem Verlag des Reiseführers haben wir übrigens eine Mail geschrieben…


Keine Klassiker, dafür sehr modern:
Das Haifa Museum of Art