4) Heute werde ich – und dass, obwohl mir sogar das Tippen
schwerfällt – meine Top Ten-Liste für Tel Aviv um einen Punkt ergänzen:
Wasserski-Fahren mitten im Menachem Begin Park! Durch die Nature Party war
unser Schlafrythmus völlig aus dem Lot geraten – Wake-Up-Shifts (von 6-8 Uhr
morgens) an den beiden darauf folgenden Tagen taten ein Übriges. Trotzdem
wollten wir uns auf keinen Fall entgehen lassen, was Freunde vorgeschlagen
hatten.
Dabei begann alles mit einem Missverständnis: sie hatten uns
davon vorgeschwärmt, in Tel Aviv zu surfen, worauf ich direkt angesprungen bin
und auch Judith überzeugen konnte. Irgendwie sind sie auch noch an
Vergünstigungen gekommen: 95 NIS für zwei Stunden Surfen und Wasserski-Fahren.
Eigentlich hätte es mich stutzig machen sollen: Wasserski im Meer?
Als wir unser Auto auf dem Parkplatz mitten in Tel Aviv
abstellten, fragte ich also, wo denn nun das Meer sei – und erhielt prompt zur
Antwort, das Meer sei schon noch ein Stück entfernt, der See allerdings ganz in
der Nähe. Und mit Surfen hatten sie gemeint, dass man Wasserski sowohl auf
Skiern, als auch auf Brettern machen kann!
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| Menachem Begin-Park |
Also doch kein Meer, dafür allerdings ein erstaunlich großer
See mitten in der Stadt. Erstaunlich nicht nur,
weil er so zentral gelegen ist,
sondern auch angesichts der Tatsache, dass Israel – von Palästina ganz zu
schweigen - ein riesiges Wasserproblem hat. Der Park ist im Übrigen auch an
sich schon einen Besuch wert: am See kann man auf den äußerst gut gepflegten
Wiesen grillen, es gibt einen Streichelzoo und – wie eigentlich in allen
israelischen Parks – Work-Out-Areas, also Geräte, an denen man kostenlos
Fitnessübungen machen kann.![]() |
| Wer fällt, muss bis zum Startpunkt zurücklaufen - manchmal ein weiter Weg.... |
Mir wurde direkt prophezeit, mich mindestens vier Tage lang
nicht mehr bewegen zu können aufgrund des Muskelkaters: an Unter- und
Oberarmen, der Brust-und Rückenmuskulatur, im Nacken, aber auch an den Beinen,
die durch das Hocken stark beansprucht werden. Die Tatsache, dass meine Arme
schon nach wenigen Minuten anfingen weh zu tun, wird wohl nichts Gutes heißen…
Trotzdem: es lohnt sich auf jeden Fall! Das Fahren ist sogar einfacher als es
aussieht, nach zwei Versuchen hatten wir es ziemlich gut raus und haben ohne
Probleme schon eine oder auch zwei Runden geschafft. Wem das zu langweilig ist,
der kann über die Rampen fahren oder allerlei Kunststücke auf seinen Brettern
probieren.
Zu dem Verleih gehört ein schönes Café, in dem wir uns
danach etwas ausgeruht haben - übrigens bei strahlendem Sonnenschein :) Zuvor hatten Judith und ich allerdings ausgiebig
die Duschen genossen: schon schön, mal wieder eine mit starkem Strahl und
verstellbarer Wasser-Temperatur zu haben.
Da direkt nach unserer Rückkehr unsere Schicht begann, blieb
keine Zeit zum Dehnen – was sich heute Morgen in einem wirklich gigantischen
Muskelkater äußert. Gelähmt bin ich mindestens für vier Tage!




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