Make Hummus Not Walls

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Montag, 14. Oktober 2013

Vier Tage Lähmung oder: Wasserski in Tel Aviv

4) Heute werde ich – und dass, obwohl mir sogar das Tippen schwerfällt – meine Top Ten-Liste für Tel Aviv um einen Punkt ergänzen: Wasserski-Fahren mitten im Menachem Begin Park! Durch die Nature Party war unser Schlafrythmus völlig aus dem Lot geraten – Wake-Up-Shifts (von 6-8 Uhr morgens) an den beiden darauf folgenden Tagen taten ein Übriges. Trotzdem wollten wir uns auf keinen Fall entgehen lassen, was Freunde vorgeschlagen hatten.

Dabei begann alles mit einem Missverständnis: sie hatten uns davon vorgeschwärmt, in Tel Aviv zu surfen, worauf ich direkt angesprungen bin und auch Judith überzeugen konnte. Irgendwie sind sie auch noch an Vergünstigungen gekommen: 95 NIS für zwei Stunden Surfen und Wasserski-Fahren. Eigentlich hätte es mich stutzig machen sollen: Wasserski im Meer?
Als wir unser Auto auf dem Parkplatz mitten in Tel Aviv abstellten, fragte ich also, wo denn nun das Meer sei – und erhielt prompt zur Antwort, das Meer sei schon noch ein Stück entfernt, der See allerdings ganz in der Nähe. Und mit Surfen hatten sie gemeint, dass man Wasserski sowohl auf Skiern, als auch auf Brettern machen kann!
Menachem Begin-Park

Also doch kein Meer, dafür allerdings ein erstaunlich großer See mitten in der Stadt. Erstaunlich nicht nur,
weil er so zentral gelegen ist, sondern auch angesichts der Tatsache, dass Israel – von Palästina ganz zu schweigen - ein riesiges Wasserproblem hat. Der Park ist im Übrigen auch an sich schon einen Besuch wert: am See kann man auf den äußerst gut gepflegten Wiesen grillen, es gibt einen Streichelzoo und – wie eigentlich in allen israelischen Parks – Work-Out-Areas, also Geräte, an denen man kostenlos Fitnessübungen machen kann.


Wer fällt, muss bis zum Startpunkt
 zurücklaufen - manchmal ein weiter Weg....

Mir wurde direkt prophezeit, mich mindestens vier Tage lang nicht mehr bewegen zu können aufgrund des Muskelkaters: an Unter- und Oberarmen, der Brust-und Rückenmuskulatur, im Nacken, aber auch an den Beinen, die durch das Hocken stark beansprucht werden. Die Tatsache, dass meine Arme schon nach wenigen Minuten anfingen weh zu tun, wird wohl nichts Gutes heißen… Trotzdem: es lohnt sich auf jeden Fall! Das Fahren ist sogar einfacher als es aussieht, nach zwei Versuchen hatten wir es ziemlich gut raus und haben ohne Probleme schon eine oder auch zwei Runden geschafft. Wem das zu langweilig ist, der kann über die Rampen fahren oder allerlei Kunststücke auf seinen Brettern probieren.
Zu dem Verleih gehört ein schönes Café, in dem wir uns danach etwas ausgeruht haben - übrigens bei strahlendem Sonnenschein :) Zuvor hatten Judith und ich allerdings ausgiebig die Duschen genossen: schon schön, mal wieder eine mit starkem Strahl und verstellbarer Wasser-Temperatur zu haben.

Da direkt nach unserer Rückkehr unsere Schicht begann, blieb keine Zeit zum Dehnen – was sich heute Morgen in einem wirklich gigantischen Muskelkater äußert. Gelähmt bin ich mindestens für vier Tage!

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