Gestern haben Judith und ich einen freien Tag und das tolle Wetter genutzt und sind mit dem Sherut nach Netanya gefahren, einem Badeort nördlich von Tel Aviv. Angefühlt hat es sich allerdings wie Frankreich: um uns herum wurde fast ausschließlich Französisch gesprochen und auch Beschriftungen waren weder Hebräisch, Arabisch noch Englisch oder Russisch – sondern Französisch.
| Im Amphitheater gibt es an Sommerabenden Konzerte und Theaterstücke |
Den Reichtum einer Stadt, so denken Judith und ich uns das,
kann man häufig daran erkennen, wie viele Grünflächen es in ihr gibt. Netanya
müsste extrem wohlhabend sein. Das Geld kommt wohlmöglich über den Tourismus in
die Stadt, zweite bedeutende Einnahmequelle ist die Diamanten- und
Schmuckindustrie.
Die Hauptstraße (Herzl-Street) wird gesäumt von kleinen
Läden, Bistros und Cafés. Auf dem Haatzmaut Square, der am Ende dieser Straße
und oberhalb des Strands liegt, gibt es ebenfalls jede Menge Cafés, sodass der
Platz äußerst lebhaft und bunt wirkt. Auch die Strände Netanyas gefielen uns
auf den ersten Blick besser als die von Herzliya: die gesamte Strandpromenade
ist eine einzige Grünfläche und zum Strand geht es über steile Felsen hinunter.
Der Sandstrand an sich ist über 11km lang und am nördlichen Ende befindet sich
– wie auch in Tel Aviv – ein Separate Beach, den die Orthodoxen
benutzen: Frauen und Männer dürfen nur zu bestimmten Uhrzeiten schwimmen gehen,
sodass sie stets voneinander getrennt sind – züchtige Kleidung erwünscht.
| Die Orthodoxen kommen oft zum Beten an den Strand |
| Hier wird klar geregelt, wer wann schwimmmen darf |
Dementsprechend haben Judith und ich kehrt gemacht und sind zurückgekehrt an die südlicheren Strände. An den meisten Stränden in Israel gibt es sowohl die Möglichkeit, Sonnenschirme zu mieten, als auch kostenlosen Sonnenschutz durch große hölzerne Schirme – bei dem Wetter absolut notwendig!
Im Süden der Stadt gibt es verschiedene Naturreservate, in
einem befindet sich der sogenannte Winterteich, der allerdings nur von Januar
bis März Wasser trägt – ein Wiederkommen ist also sicher!
| Die grüne Promenade |
| Der Haatzmaut Square |
| Was aussah wie eine Eislaufbahn, hat sich als Bahn aus Plastikplatten erwiesen |
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