Make Hummus Not Walls

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Samstag, 2. November 2013

Alles Baba oder: Hügeliges Haifa


Auf nach Haifa!
Nach einer eher ruhigen Woche im Projekt ging es für Judith und mich wieder los auf Reisen: zu unserem ersten Seminar im Kibbuz Nachsholim. Sowohl die Nacht davor als auch die beiden Nächte danach haben wir bei Mitvolontären in deren WG in Kiryat Tivon, einer Stadt zwischen Haifa und Nazareth, verbracht.

Am Sonntag, dem Tag unserer Ankunft, haben wir uns Haifa angeschaut – keine leichte Sache: Haifa ist ziemlich hügelig und wir hatten wirklich schwere Rucksäcke auf. Das Sherut (Sammeltaxi) hatte uns irgendwo in der Stadt rausgelassen und wir waren – wie schon so oft – völlig orientierungslos. Glücklicher Weise kann man den Bahai Schrein, das Wahrzeichen der Stadt, von vielen Orten aus sehen und wir sind einfach der goldenen Kuppel entgegen gelaufen. Der Bahaischrein ist das höchste Heiligtum der Bahaireligion und dient als Mausoleum des Bab, dem Begründer des Babaismus. Aus dem Babaismus sind wiederum die Bahaisten hervorgegangen, die an die Vereinigung der Menschheit zu einer Rasse und Nation glauben. Baba hin oder her: der Schrein mit seiner goldenen Kuppel und dem weißen Marmor ist wunderschön. Den Schrein sowie das an ihn angeschlossene Bahaigericht kann man allerdings nur in Form einer geführten Tour besichtigen und auch die inneren Gärten sind nur am Morgen geöffnet. Trotzdem: auch ein Besuch der äußeren Gärten lohnt sich. 







In den Bahai-Gärten



Teils etwas merkwürdige
Skulpturen...
Als wir in den Gärten umherliefen, trafen wir auf mehr Gärtner als Touristen, was allerdings nur verständlich ist: die Beete mit Blumen, die Kakteen, Sträucher, Palmen, Springbrunnen und Rasenflächen erinnern an eine Gartenschau und benötigen Unmengen an Wasser und Pflege. Der Blick von hier oben ist im Übrigen auch schon einen Besuch wert: man sieht die Stadt mit ihrem Hafen, die Berge von Galiläa und natürlich das Mittelmeer. Die Gärten verteilen sich auf insgesamt 19 Terrassen, die höchste von ihnen liegt auf dem Gipfel des Berg Karmel. Ungefähr auf halber Höhe befindet sich der Bahaischrein, etwas weiter oben werden die Gärten durch eine für Autos befahrbare Straße unterbrochen. Auf dieser sind auch wir gelaufen und haben im Skulpturenpark Mitzpor Ha-Shalom (Peace View Park) eine Pause eingelegt. Neben Bronzeskulpturen der Bildhauerin Usula Malbin hat man auch von hier aus wieder einen schönen Blick.

Direkt unterhalb der Bahai-Gärten schließt sich die Deutsche Kolonie an, über die ich an andere Stelle etwas schreiben werde: im Laufe der nächsten Tage sind wir hier noch mehrfach vorbeigekommen. Am Abend ging es für uns also nach Kiryat Tivon, das man mit öffentlichen Verkehrsmitteln in weniger als einer Stunde von Haifa aus erreichen kann.

Es war schön, die anderen wiederzusehen, wir waren allerdings ziemlich erschöpft vom herumlaufen mit den Rucksäcken. Lange schlafen konnten wir allerdings auch nicht – am nächsten Tag begann schließlich das Seminar. 


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