Make Hummus Not Walls

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Montag, 12. Mai 2014

Die Quellen von Ein Gedi oder: Am Strand von Askelon

Schlammbad am Strand von Ein Gedi
Shalom chaverim,

Ein Gedi, einer der schönsten Nationalparks Israels, stand schon lange auf meiner To-Do-Liste. Schon von der Römern wurde er als Heilbad geschätzt, und auch heute kommen die Leute zum schwimmen, erholen und wandern. In Ein Gedi gibt es verschiedenen Wanderwege mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden – auch das Wetter sollte bei der Auswahl beachtet werden, schließlich macht einem die Frühlings-Hitze beim Klettern ganz schön zu schaffen. Unterwegs kommt man immer wieder an Wasserfällen vorbei, die zum Erholen einladen und gerade an Feiertagen (es war immer noch Pessach) von Familien mit kleinen Kindern bevölkert werden. Insgesamt gibt es auf den Park verteilt vier Quellen, aus denen wir auch unser
Trinkwasser beziehen.

Tier in Ein Gedi - der Name ist mir leider unbekannt...
Ein Gedi ist allerdings nicht nur wegen der felsigen Landschaft und den daraus entspringenden Quellen sehenswert: wenn man Zeit hat, lassen sich allerlei Tiere wie Steinböcke, Antilopen und interessante Vögel beobachten (sorry, ich kenne mich gar nicht mit Vögeln aus und habe daher keine Ahnung, wie sie hießen…). In dem zu Ein Gedi gehörenden Antiquities National Park sieht man die Überreste einer Synagoge, einer Straße und einiger Gebäude – alles aus der Zeit des Zweiten Tempels! Direkt gegenüber und von verschiedenen Punkten des Nationalparks aus sichtbar, liegt das Tote Meer.

Am Strand von Ein Gedi haben wir uns – ziemlich touristisch – mit Schlamm eingeschmiert, im Wasser treiben lassen und die tiefstehende Sonne auf den gegenüberliegenden Bergen Jordaniens genossen. Weiter fuhren wir mit dem Auto durch die Wüste, die Sonne war leider schon untergegangen, sodass wir die schöne Landschaft nicht wirklich erkennen konnten. Alle paar Sekunden klingelte eines unserer Handys, das uns im jordanischen Handy-Netz willkommen hieß.


  
Wasserfall und Höhle in Ein Gedi;
das Kamel beobachtete und beim Tanken

Vor Beer Sheva, der Hauptstadt des Negevs und mit 200000 Einwohnern auch eine der größten Städte Israels, war ich schon mehrfach gewarnt worden. Gefährlich ist es in der Stadt zwar eher nicht, dafür sei sie aber The most boring city of Israel, die langweiligste Stadt Israels, wie mich eine israelische Freundin letztens aufklärte. Faszinierend ist sie insofern, als dass sie wie keine andere Stadt für den Willen der Israelis steht, auch den unfruchtbarsten Fleck des Landes zu besiedeln und zu begrünen. Nach Kilometerweiter Fahrt durch die Wüste landet man plötzlich in einer ganz normalen, modernen Industriestadt.

Ist genauso aufregend wie es aussieht:
das Stadtzentrum von Beer Sheva

Sicherlich hatte es auch damit zu tun, dass Feiertag war, aber die Stadt war völlig ausgestorben und es war schwer, im Stadtzentrum überhaupt ein Restaurant zu finden. So langsam verstand ich, was meine Freundin meinte….

Am Strand von Askelon - die Nähe zum Gaza-Streifen
blendet man am Strand völlig aus
Den nächsten Tag verbrachten wir – meine große Schwester hatten wir leider schon zum Flughafen bringen müssen – am Strand von Askelon, einem der beliebtesten Ferienorte der Israelis. Ausländische Touristen bevorzugen weiter nördlich gelegene Strände – wahrscheinlich wegen der Nähe zum Gaza-Streifen. Askelon ist übrigens eine der ältesten Siedlungen der Welt, seit 6000 Jahren wohnen hier Menschen. In dem zur Stadt gehörenden Nationalpark gibt es einige Ausgrabungen, wir zogen es allerdings vor, am Strand zu liegen und zu entspannen. Von den sechs Raketen, die an jenem Tag Richtung Askelon abgefeuert wurden, erfuhren wir auch erst am nächsten Tag….

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