Ein Gedi, einer der schönsten Nationalparks Israels, stand
schon lange auf meiner To-Do-Liste. Schon von der Römern wurde er als Heilbad
geschätzt, und auch heute kommen die Leute zum schwimmen, erholen und wandern.
In Ein Gedi gibt es verschiedenen Wanderwege mit unterschiedlichen
Schwierigkeitsgraden – auch das Wetter sollte bei der Auswahl beachtet werden,
schließlich macht einem die Frühlings-Hitze beim Klettern ganz schön zu
schaffen. Unterwegs kommt man immer wieder an Wasserfällen vorbei, die zum
Erholen einladen und gerade an Feiertagen (es war immer noch Pessach) von
Familien mit kleinen Kindern bevölkert werden. Insgesamt gibt es auf den Park
verteilt vier Quellen, aus denen wir auch unser
Trinkwasser beziehen.
Trinkwasser beziehen.
| Tier in Ein Gedi - der Name ist mir leider unbekannt... |
Am Strand von Ein Gedi haben wir uns – ziemlich touristisch
– mit Schlamm eingeschmiert, im Wasser treiben lassen und die tiefstehende
Sonne auf den gegenüberliegenden Bergen Jordaniens genossen. Weiter fuhren wir
mit dem Auto durch die Wüste, die Sonne war leider schon untergegangen, sodass
wir die schöne Landschaft nicht wirklich erkennen konnten. Alle paar Sekunden
klingelte eines unserer Handys, das uns im jordanischen Handy-Netz willkommen
hieß.
Vor Beer Sheva, der Hauptstadt des Negevs und mit 200000
Einwohnern auch eine der größten Städte Israels, war ich schon mehrfach gewarnt
worden. Gefährlich ist es in der Stadt zwar eher nicht, dafür sei sie aber The
most boring city of Israel, die langweiligste Stadt Israels, wie mich
eine israelische Freundin letztens aufklärte. Faszinierend ist sie insofern,
als dass sie wie keine andere Stadt für den Willen der Israelis steht, auch den
unfruchtbarsten Fleck des Landes zu besiedeln und zu begrünen. Nach Kilometerweiter Fahrt durch
die Wüste landet man plötzlich in einer ganz normalen, modernen Industriestadt.
| Ist genauso aufregend wie es aussieht: das Stadtzentrum von Beer Sheva |
Sicherlich hatte es auch damit zu tun, dass Feiertag war,
aber die Stadt war völlig ausgestorben und es war schwer, im Stadtzentrum
überhaupt ein Restaurant zu finden. So langsam verstand ich, was meine Freundin
meinte….
| Am Strand von Askelon - die Nähe zum Gaza-Streifen blendet man am Strand völlig aus |
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