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| An einem Flussufer im Jehudia National-Park |
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Aviva, Milena und Judith beim Klettern im Karmel-Gebirge |
Shalom chaverim,
wie ihr vielleicht merkt, habe ich mich bei der letzten
Wanderung in den Golan verliebt und dort diese Woche wieder zwei Tage verbracht
– solange man nicht neben einem Minenfeld schläft und das Zelt von Kojoten umstellt
wird (gut, vielleicht übertreibe ich etwas), ist es auch nicht wirklich
gefährlich.
Am Dienstagmorgen also wollten Aviva, Milena, Judith und ich
uns in der Uni von Haifa treffen, dort ins Archäologische Museum gehen und
danach durch den Karmel wandern. Um 10 Uhr waren wir auch tatsächlich alle an
der Uni von Haifa – Judith und ich nur leider in einer anderen als Milena und
Aviva. Um 11 Uhr aber trafen wir uns dann an der richtigen Uni und es
konnte losgehen. Zuerst besuchten wir das Hecht-Museum, in dem archäologische
Funde aus Israel ausgestellt werden, die
nicht selten einige tausend Jahre alt sind. Unter anderem gibt es auch ein Boot
aus dem See Genezareth zu sehen, das aus der Zeit Jesu stammt.
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| Blick auf Haifa vom Eskol-Tower |
Direkt neben dem Museum befindet sich der Eskol-Tower, ein
Konferenzzentrum, von dessen höchsten Etage aus man einen tollen Blick auf
Haifa und die Küste bis hin zum Libanon hat. Vom Turm aus wanderten wir los
durch das Karmel-Gebirge. Es gibt unzählig viele Wanderwegs, die alle durch die
grünen Wälder führen, die ein bisschen wie im Märchen aussehen. Unser Weg
führte uns zum Hai Bar Reservat, in dem in Israel ausgestorbene oder zumindest
bedrohte Tierarten aufgezogen und in die Umgebung wiedereingeführt werden. Nach
wenigen Kilometern kamen wir in eine Region des Karmel-Gebirges, die nicht ohne
Grund „Little Switzerland“ genannt wird.
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| Tiere, Pflanzen, schöne Landschaft: das Karmel-Gebirge |

Am nächsten Tag – Milena und Judith mussten arbeiten bzw.
bekamen Besuch – fuhren Aviva und ich über Tiberias am See Genezareth entlang
zum Jehudia-Nationalpark, einem der schönsten Nationalparks Israels, die ich
bisher gesehen habe. Dass wir den Park so schön fanden, lag sicherlich auch
daran, dass momentan Blütezeit ist und Wildblumen blühten und die Bäume rosane
Blüten trugen. Der vierstündige Wanderweg war sehr abwechslungsreich: Zuerst
passiert man die Ruinen der arabischen Stadt Sheikh Hussein (heute eine
Kuhweide), überquert einen Fluss, kommt an Basalsäulen und Wasserbecken vorbei
und erreicht schließlich den Zavitan-Wasserfall, der in ein Becken mit
eiskaltem Wasser läuft, das etwas versteckt liegt. Um das Becken zu erreichen
muss man etwas klettern, und auch das Steigen der in den Felsen gehauenen
Stufen ist bei der Hitze gleich doppelt so anstrengend. Man wird aber
entlohnt: inmitten der pink blühenden
Bäume fällt an einem steilen Felsen ein Wasserfall herunter in ein Becken, in
dessen eiskaltem Wasser man sich wunderbar erfrischen kann.







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| Jehudia-Nationalpark |
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| Blick auf Safed, den See Genezareth und die Golanhöhen |
Am Abend fuhren wir nach Safed, der viertheiligsten Stadt
des Judentums, in der sich – das fällt direkt auf – sehr viele orthodoxe Juden
niedergelassen haben. In Safed hat die Kabbala, das mystische Judentum, seinen
Ursprung und es gäbe hier – hätten wir
nach der Wanderung noch Kraft gehabt – auch jede Menge Synagogen, Friedhöfe und
ein Künstlerviertel zu besichtigen. Da die Sonne allerdings schon sehr tief
stand, liefen wir nur zum höchsten Punkt der Stadt, einem Berg, auf dem noch
die Ruinen einer Kreuzfahrerfestung stehen und sahen von dort aus die Sonne
hinter den Bergen Galiläas untergehen und dabei die Ortschaften am See
Genezareth beleuchten. Vielleicht schafft man es ja noch einmal hierhin…
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| Blick auf die Berge Galiläas |
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