Make Hummus Not Walls

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Samstag, 17. Mai 2014

Blütezeit in Jehudia oder: Kurzes Vergnügen in Safed

An einem Flussufer im Jehudia National-Park

Aviva, Milena und Judith beim Klettern im
Karmel-Gebirge
Shalom chaverim,

wie ihr vielleicht merkt, habe ich mich bei der letzten Wanderung in den Golan verliebt und dort diese Woche wieder zwei Tage verbracht – solange man nicht neben einem Minenfeld schläft und das Zelt von Kojoten umstellt wird (gut, vielleicht übertreibe ich etwas), ist es auch nicht wirklich gefährlich.
Am Dienstagmorgen also wollten Aviva, Milena, Judith und ich uns in der Uni von Haifa treffen, dort ins Archäologische Museum gehen und danach durch den Karmel wandern. Um 10 Uhr waren wir auch tatsächlich alle an der Uni von Haifa – Judith und ich nur leider in einer anderen als Milena und Aviva. Um 11 Uhr aber trafen wir uns dann an der richtigen Uni und es konnte losgehen. Zuerst besuchten wir das Hecht-Museum, in dem archäologische Funde aus Israel  ausgestellt werden, die nicht selten einige tausend Jahre alt sind. Unter anderem gibt es auch ein Boot aus dem See Genezareth zu sehen, das aus der Zeit Jesu stammt.


Blick auf Haifa vom Eskol-Tower

Direkt neben dem Museum befindet sich der Eskol-Tower, ein Konferenzzentrum, von dessen höchsten Etage aus man einen tollen Blick auf Haifa und die Küste bis hin zum Libanon hat. Vom Turm aus wanderten wir los durch das Karmel-Gebirge. Es gibt unzählig viele Wanderwegs, die alle durch die grünen Wälder führen, die ein bisschen wie im Märchen aussehen. Unser Weg führte uns zum Hai Bar Reservat, in dem in Israel ausgestorbene oder zumindest bedrohte Tierarten aufgezogen und in die Umgebung wiedereingeführt werden. Nach wenigen Kilometern kamen wir in eine Region des Karmel-Gebirges, die nicht ohne Grund „Little Switzerland“ genannt wird.






Tiere, Pflanzen, schöne Landschaft: das Karmel-Gebirge

Am nächsten Tag – Milena und Judith mussten arbeiten bzw. bekamen Besuch – fuhren Aviva und ich über Tiberias am See Genezareth entlang zum Jehudia-Nationalpark, einem der schönsten Nationalparks Israels, die ich bisher gesehen habe. Dass wir den Park so schön fanden, lag sicherlich auch daran, dass momentan Blütezeit ist und Wildblumen blühten und die Bäume rosane Blüten trugen. Der vierstündige Wanderweg war sehr abwechslungsreich: Zuerst passiert man die Ruinen der arabischen Stadt Sheikh Hussein (heute eine Kuhweide), überquert einen Fluss, kommt an Basalsäulen und Wasserbecken vorbei und erreicht schließlich den Zavitan-Wasserfall, der in ein Becken mit eiskaltem Wasser läuft, das etwas versteckt liegt. Um das Becken zu erreichen muss man etwas klettern, und auch das Steigen der in den Felsen gehauenen Stufen ist bei der Hitze gleich doppelt so anstrengend. Man wird aber entlohnt:  inmitten der pink blühenden Bäume fällt an einem steilen Felsen ein Wasserfall herunter in ein Becken, in dessen eiskaltem Wasser man sich wunderbar erfrischen kann.








Jehudia-Nationalpark


Blick auf Safed, den See Genezareth und die Golanhöhen

Am Abend fuhren wir nach Safed, der viertheiligsten Stadt des Judentums, in der sich – das fällt direkt auf – sehr viele orthodoxe Juden niedergelassen haben. In Safed hat die Kabbala, das mystische Judentum, seinen Ursprung und es gäbe hier  – hätten wir nach der Wanderung noch Kraft gehabt – auch jede Menge Synagogen, Friedhöfe und ein Künstlerviertel zu besichtigen. Da die Sonne allerdings schon sehr tief stand, liefen wir nur zum höchsten Punkt der Stadt, einem Berg, auf dem noch die Ruinen einer Kreuzfahrerfestung stehen und sahen von dort aus die Sonne hinter den Bergen Galiläas untergehen und dabei die Ortschaften am See Genezareth beleuchten. Vielleicht schafft man es ja noch einmal hierhin…


Blick auf die Berge Galiläas

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