Make Hummus Not Walls

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Sonntag, 26. Januar 2014

Umweltsch(m)utz in Israel oder: Bilder aus Ra'anana

Sehr sauber: der Ra'anana West Park

Shalom chaverim,

letzte Woche hatten wir einen von den Guides eher belaechelten Vortrag zum Thema Muelltrennung. Die ist in Israel bisher noch eindeutig zu kurz gekommen, bzw. hat noch gar nicht stattgefunden. Jeglicher Muell, ob Flaschen, Zettel oder Bananenschalen werden sorglos in einen Eimer geworfen und die halbvolle Tuete abend von den Friends in einen grossen Container gebracht.

Zwei Leute von einer NGO konfrontierten die Guides also mit der ihnen anscheinend unbekannten Tatsache, dass es umweltschaedlich ist, alles in eine Tonne zu kippen. Sie warben dafuer, ab sofort in allen Haeusern einen braunen Eimer aufzustellen und dorthin Essensabfaelle zu entsorgen. Die Guides warfen sich skeptische bis belustigte Blicke zu und begannen zu witzeln: eines Tages wuerde es wohl noch in allen Haeusern mehrere verschiedenen Eimer geben und man muesste wohl auch noch anfangen, sich ueber jede Sache, die man wegwirft, Gedanken zu machen, wohin genau man sie denn wirft.
Auch Judith und ich begannen uns belustigte Blicke zuzuwerfen, was hier als komisch angesehen wird, ist in Deutschland schliesslich Realitaet.

Da der gute Wille zaehlt, wurden am naechsten Tag in jede Kueche ein solcher brauner Eimer gestellt und ich weihnte ihn begeistert ein.

Das ehrgeizige Projekt scheiterte allerdings schon am naechsten Tag, da es keine mehr Beutel gab, die man in die Eimer tun koennte. Als ich einen der Guides darauf ansprach, schaute er mich unglaeubig an: ob ich denn wirklich vorhaette, den Muell zu trennen? Ich als ueberzeugte Umweltschuetzerin begann also zu erklaeren, wie sinnvoll und einfach es ist, und schockierte ihn mit der Tatsache, dass es in Deutschland mehr als zwei verschiedene Behaelter zum Muelltrennen gibt: fuer Plastik, Restmuell, Papier, Kuechen-Abfaelle und Glas. Da war das Staunen aber gross! Dass beim Glas noch nach Farbe unterschieden wird, erzaehlte ich ihm gar nicht erst...

Sehr sauber ist dafuer der Ra'anana West Park, in dem wir einmal in der Woche mit den Friends Fahrrad fahren. Auch ansonsten sind wir dort hauefiger: am See gibt es ein schoenes Cafe und auf meiner Jogging-Runde lege ich hier manchmal einen Zwischenstop ein und trainiere in der Work-Out-Area. Vor allem am Shabbat ist es hier richtig voll, insbesondere Familien mit kleinen Kindern verbringen den freien Tag im Park. Es gibt auch eine Galerie und einen Streichelzoo, zu dem Zeitpunkt, an dem ich die Bilder gemacht habe, hatten sich allerdings alle Tiere verkrochen...











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