Make Hummus Not Walls

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Freitag, 24. Januar 2014

Nationalpark-Tag oder: Wo man eben landet, wenn man stundenlang gedankenverloren am Strand entlang laeuft





Shalom chaverim,

da Israel - wie schon mehrfach festgestellt - sehr klein ist, kann man sich viele Dinge auch schon bei einem Tagesauflug anschauen. Rebekka und ich haben letzte Woche den Tel Megiddo-Nationalpark besucht, der gleichzeitig eine Ausgrabungsstaette ist. (Uebrigens werden alle zwei Jahre Freiwillige gesucht, die einen Sommer lang mitbuddeln.) 

An sich moechte ich an dieser Stelle gar nicht viel erzaehlen, sondern lieber Bilder zeigen. So viel nur: der Park wurde 2005 zum UNESCO-Welterbe erklaert, denn was hier schon alles gefunden wurde, ist wirklich bemerkenswert: ein 4000 Jahre alter kanaanitischer Tempel, der Palast Koenig Salomos, eine der fruehesten Kirchen Israels und und und...
Im Uebrigens ist Megiddo auch der Ort, an dem am Juengsten Tag die letzte grosse Schlacht auf Erden stattfinden soll - sagt zumindest die Bibel. 



 

Sieht fast aus wie in Deutschland:
ein gruener Huegel und jede Menge Felder

Das Tor Koenig Salomos


Der kanaanitische Tempel mit Rundaltar




Nationalparks in Israel sind anders, als sich Menschen, die sich solche in Nordamerika oder Afrika angeschaut haben, vorstellen: sie sind klein. Auch Megiddo hatten wir in weniger als zwei Stunden durchlaufen, und da Rebekka am Nachmittag arbeiten musste, lief ich noch durch den Alexander Stream Nationalpark in der Naehe von Hadera. Der Nationalpark ist letztlich einfach ein sehr schoener Strand, an dem man sogar legal campen kann.

Ich lief stundenlang gedankenverloren am Strand entlang, genoss das schoene Wetter und schaute der Sonne beim Untergehen zu. Ich hatte ueberhaupt kein Gefuehl fuer die Zeit und vor allem nicht fuer die Distanz, die ich zurueckgelegt hatte. Je weiter ich lief, desto menschenleerer wurde der Strand, doch ploetzlich sah ich vor mir Hotelbauten, Badegaeste und ein Hochzeitspaar, das sich am Strand fotografieren liess. Die Bauten kamen mir merkwuerdig bekannt vor. Ich fragte nach und stellte fest, dass ich - Orientierungsgenie, das ich nun mal bin - tatsaechlich bis Netanja gelaufen war.
Der noerdlichste der Straende der Stadt ist der der Ultraorthodoxen mit fest geregelten Aufenthaltszeiten fuer Maenner und Frauen. Um diese Uhrzeit allerdings war er fuer alle geoeffnet, man sah lediglich ein paar Orthodoxe, die auf den Klippen standen und beteten.

Aber genug der Worte, hier auch Bilder aus dem Alexander Stream Nationalpark:


Immer wieder findet man am Strand zurueckgelassene
Sofas und Couches - perfekt, um sich den
 Sonnenuntergang in Ruhe anzuschauen. 


Kam mir irgendwie bekannt vor: die Silhouette von Netanja


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