Make Hummus Not Walls

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Montag, 31. März 2014

Nochmal Purim oder: Ein merkwürdiger jüdischer Brauch

Adlojadah in Tel Aviv
Shalom chaverim,

erst einmal ein Nachtrag zum letzten Post: wenige Stunden, nachdem ich ihn veröffentlicht und meinen Überdruss gegen Purim geäußert hatte, beschloss unser House Manager, mit den Friends doch zu der Purim-Parade in Ra’anana zu gehen. Es war allerdings erträglich, schließlich hatte anscheinend ganz Ra’anana genug von Purim und nur die wenigsten waren verkleidet.

Aviva und ich in Tel Aviv
Einer Freundin zu Liebe bin ich auch am Tag danach zu einer weiteren Purim-Veranstaltung gegangen – diesmal aber wirklich die letzte. Alle Veranstaltungen um Purim werden übrigens als Adlojadah bezeichnet. Auf Deutsch übersetzt bedeutet es Bis man nicht mehr weiß; Juden sollen an Purim nämlich trinken, bis sie nicht mehr klar denken können.
Die wegen schlechten Wetters um eine Woche verlegte Street Party in Tel Aviv war allerdings längst nicht so exzessiv, wie man jetzt vielleicht denken würde. Sie fand auf einer großen Grünfläche mitten in der City statt. Familien mit Kindern und Jugendliche unseres Alters waren gleichermaßen verkleidet, um die Wiese herum gab es Stände, an denen man Zuckerwatte und Getränke kaufen konnte. Insgesamt herrschte also eine Kirmes-ähnliche Atmosphäre. In der Mitte des Platzes gab es ein riesiges Pult, an dem Musik aufgelegt wurde, die sicherlich in ganz Tel Aviv zu hören war.
Eines der beliebtesten Kostüme war übrigens das eines Ultraorthodoxen: viele Leute trugen schwarze Mäntel und eine Kippa mit daran befestigten synthetischen Schläfenlöckchen. Die Verkleidung sah so überzeugend aus, dass ich mich am Anfang wunderte, warum dermaßen viele Ultraorthodoxe plötzlich durch Tel Aviv liefen….


Adlojadah in Tel Aviv


Teiche von Behtesda
Beim Übertragen, Löschen und Sortieren all der Fotos der letzten Wochen bin ich auf ein paar sehr schöne aus Jerusalem gestoßen, die ich Euch selbstverständlich nicht vorenthalten möchte.
In der Jerusalemer Altstadt war ich nun wirklich nicht das erste Mal, allerdings war die Besichtigung zusammen mit meiner Tante vor über drei Wochen auch für mich sehr interessant, weil sie von Geschichte, Architektur und Kunst deutlich mehr Ahnung hat als ich und meine lieben Volontärs-Freunde.
Außerdem gibt es in der Altstadt – und dass, obwohl sie nur einen Quadratkilometer groß ist – auch für mich noch so einiges zu entdecken: neu waren für mich zum Beispiel das St Anna-Kloster , an dessen Standort das Haus der Eltern Marias gestanden haben soll und die daneben liegenden Ausgrabungen an den Teichen von Bethesda. Hier hat Jesus am Shabbat wohl einen Gelähmten geheilt.




Übergang vom Muslimischen zum Jüdischen Viertel;
Souq in der Altstadt; Maria-Magdalenen-Kirche

Ein paar Meter weiter liegt ein muslimischer Friedhof, von dem aus man einen christlichen und einen jüdischen Friedhof überblickt. Typisch Jerusalem!

Oben: Muslimischer Friedhof mit Blick auf Christlichen
und Jüdischen Friedhof sowie auf Maria-
Magdalenen-Kirche undKirche der Nationen;
rechts: Palast Serai el Sitt Tunshuq
 im Muslimischen Viertel



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