Make Hummus Not Walls

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Freitag, 14. März 2014

Unterwegs auf Jesu Spuren oder: Nazareths Kirchen und Kuchen

Das Salesianerkloster in Nazareth

Shalom chaverim,

schon während des Seminars war meine Freundin Lara aus Deutschland dazu gestoßen und hat sich Haifa angeschaut, während es für uns weiter im Programm ging. Mit ihr zusammen bin ich nach Ende des Seminars nach Nazareth gefahren, um – natürlich – Nazareth zu besichtigen, aber auch Rebekka zu besuchen, die dort im Fauzi Azar, einem sehr schönen Hostel in einer 200 Jahre alten arabischen Villa, gearbeitet hat.

Innenhof des Fauzi Azar
Wie der aufmerksame Blogleser weiß J, war ich vor ein paar Monaten schon einmal in Nazareth, aber bei diesem längeren Besuch habe ich noch viel mehr zu sehen bekommen: ein modernes Kulturzentrum, die weiße Moschee, die griechisch-katholische Synagogenkirche, in der Jesus als Kind schreiben und lesen gelernt hat und die Mensa-Christi-Kirche, an deren Standort Jesus nach der Auferstehung mit seinen Jüngern gespeist haben soll. Um diese Kirche besichtigen zu können, muss man bei den Nachbarn klingeln und bekommt gegen etwas Geld den Schlüssel ausgeliehen. Nazareth ist auch ansonsten weniger touristisch, als man es erwarten würde: es gibt zwar jede Menge geführte Reise-Gruppen, die von einer Kirche zur nächsten hetzen und zwischendurch auf dem Souq ein Holzkreuz kaufen, aber ansonsten gibt es wenig touristische Infrastruktur. Kein Wunder, schließlich halten Reise-Gruppen in der arabischen Stadt nur kurz an, übernachten allerdings immer deutlich weniger attraktiven – dafür aber nicht arabischen – Tiberias.

Ein Teil der oben genannten Sehenswürdigkeiten gehört zum Jesus Trail, einer circa fünftägigen Wanderroute, die einen von Nazareth über Zippori, den Berg Tabor und Tabgha nach Kapernaum führt. Man wandert so entlang der Orte, an denen auch Jesus sich aufgehalten hat. Das Motto lautet dementsprechend „Jesus ist nicht im Bus gereist, sondern zu Fuß marschiert.“
Wir sind ehrlich gesagt nur den ersten Teil der ersten Etappe gelaufen, der Trail steht aber ganz oben auf der Liste der Dinge, die ich noch machen möchte.
Ziemlich steil ging es also durch die Gassen der Altstadt vorbei an christlichen und muslimischen Häusern, das Zusammenleben scheint hier gut zu klappen. Oberhalb von Nazareth befinden sich das Salesianerkloster, an dessen Standort einst der Tempel stand, in den Jesus als Kind regelmäßig kam. Zu dem Kloster gehört heute eine große Schule, in der Waisen unterrichtet werden und deren Konzept es ist die Kinder durch Bildung aus ihrer unglücklichen Lage zu befreien.

Nazareths Kulturzentrum

Von dort oben hat man einen tollen Blick auf die Stadt. Nazareth ist allerdings nicht nur bekannt für all die Sehenswürdigkeiten, sondern auch für seine Süßigkeitenläden. Da wir beschlossen hatten, ab dem nächsten Tag zu fasten – es war der Dienstag vor Aschermittwoch – aßen wir also Unmengen an Kuchen und hatten tatsächlich die nächsten drei Tage nicht mehr das Bedürfnis, irgendetwas Süßes anzufassen.

Anstatt noch mehr von Nazareth zu erzählen, möchte ich lieber ganz viele Bilder zeigen:


In Nazareths Altstadt
Plakat in der Klosterschule

Das Fleisch hängt so auf der Straße, die Mensa-Christi-
Kirche, Lara und ich auf dem Jesus Trail
Deckenmalerei im Fauzi Azar

Markierungen für den Jesus Trail, Blick auf Nazareths
Altstadt, Rebekka und ich vor der Verkündigungskirche

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