| In Neve Tzedek, einem Stadtteil von Tel Aviv |
| Vor der Skyline von Tel Aviv, man beachte Laras kurze Hose... |
Shalom chaverim,
während des Seminars war so ziemlich die Hälfte der Mädchen
erkältet, hatte Ohren, Mandel oder Nasennebenhöhlen entzündet und lief
entsprechend warm gekleidet herum. An das Wetter hatte man sich schließlich
schnell gewöhnt und mittlerweile frieren wir schon so schnell wie die
empfindlichen Israelis. Als Lara dann kam, wurde uns noch einmal bewusst, wie
absurd es für einen nicht in Israel Lebenden sein muss, lauter Menschen zu
sehen, die auch bei 20° mit Schal rumlaufen. Lara auf jeden Fall ging da ganz
ins andere Extrem: sie war begeistert von den sommerlichen Temperaturen und
lief ständig mit kurzer Hose rum. Zusammen gaben wir wahrscheinlich ein
komisches Bild…
| Die St. Peter-Kirche in Jafo, eine Kunstgalerie auf dem Rothschild Boulevard, Gebäudekomplex um die ehemalige Busstation von Tel Aviv, heute ein kleines Einkaufszentrum |
Laras letzten Tag in Israel verbrachten wir in Tel Aviv, wo
wir zuerst über den Flohmarkt in Jafo schlenderten und später die übliche
Touristen-Route in der Innenstadt abliefen. Zwei Stunden nachdem sie zum
Flughafen aufgebrochen war, machte auch ich mich auf in die selbe Richtung:
dort nämlich erwartete mich meine Tante Julia.
Zusammen fuhren wir mit dem Mietwagen – ehrlich gesagt auf
so manchem Umweg, schließlich war ich zum ersten Mal für längere Zeit in Israel
mit einem Auto unterwegs und war entsprechend schlecht im Kartenlesen – durch
die Wüste bis nach Arad. Die Stadt ist sehr grün, voller Parks und Blumenbeete
und sieht eigentlich aus wie die meisten israelischen Städte. Der Kontrast zur
Umgebung ist ziemlich frappierend: um die Stadt herum ist schließlich trockene
Wüste, durch die Beduinen mit ihren Schafsherden ziehen und nicht selten die
Straßen blockieren.
Vom östlichen Stadtrand aus hat man einen tollen Blick auf
die Wüste und – wäre das Wetter entsprechend gewesen – auch aufs Tote Meer.
| Blick vom Plateau auf die Wüste, weiter auf dem Steg habe ich mich allerdings nicht getraut... |
Übernachtet haben wir in einer Camplodge südlich des Toten
Meeres. Um ein Lagerfeuer herum befinden sich lauter kleine Holzhütten, in
denen man bis zu fünft schlafen kann, aber auch große Beduinenzelte für Backpacker.
In der Lodge herrscht eine tolle Stimmung: es wird gegrillt und Gitarre
gespielt, um einen herum die Wüste.
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