| Marionette in einer der Werkstätten von Ein Hod |
Shalom chaverim,
Am vorletzten Tag unseres Seminar
stand ein Ausflug in das Künstlerdorr Ein Hod an. Ein Hod wurde 1953 vom
Künstler Marcel Janco gegründet, der aus der ehemaligen Sowietunion emigrierte
und den Dadaismus mit nach Israel brachte.
Das Dorf war allerdings vorher
schon einmal bewohnt gewesen: von Arabern, die im Zuge der israelischen
Staatsgründung 1948 fliehen mussten. Ein großer Teil der Bewohner des
Flüchtlingscamps in Jenin stammt ursprünglich aus Ein Hod. Dort wurde uns
erzählt, die Araber seien vertrieben worden, in Ein Hod selber hieß es, die
Araber hätten Angst gehabt und seien davon gelaufen…
An sich ist Ein Hod ein sehr
hübscher Ort und toll an den Hängen des Mount HaCarmel gelegen. Im Dorf und
drum herum gibt es zahlreiche Zitrusbäume, deren Duft ständig in der Luft
liegt. Hier leben fast ausschließlich Künstler, die Schmuck, Keramiken, Bilder
und Skulpturen herstellen und denen man bei der Arbeit zuschauen kann.
Das Janco-Dada-Museum zeigt
permanente und wechselnde Ausstellungen moderner israelischer Kunst. Hier gibt
es auch einen Workshop, in dem wir Volontäre zu Kindern wurden, mit Töpfen
Musik machten, uns verkleideten und aus Müll Kunst herstellten.
An sich war es also ein sehr
schöner Vormittag, allerdings ist das Dorf dermaßen kommerziell ausgeschlachtet
und touristisch, das man das Gefühl hat, eine Attrappe präsentiert zu bekommen.
Am Nachmittag gab es eine EKIR-interne Organisations-Runde, bei der wir die Briefe bekommen haben, die wir an uns selbst auf dem Vorbereitungsseminar geschrieben haben. Danach wurde besprochen, wie wir die vier Jungs und vier Mädchen, die nächstes Jahr als EKIR-Freiwillige nach Israel kommen, am besten auf die vier verschiedenen Projekte aufteilen. Denn ja, es ist tatsächlich schon Halbzeit und die kommenden Volontäre fangen schon an, nervös zu werden…
Am Nachmittag gab es eine EKIR-interne Organisations-Runde, bei der wir die Briefe bekommen haben, die wir an uns selbst auf dem Vorbereitungsseminar geschrieben haben. Danach wurde besprochen, wie wir die vier Jungs und vier Mädchen, die nächstes Jahr als EKIR-Freiwillige nach Israel kommen, am besten auf die vier verschiedenen Projekte aufteilen. Denn ja, es ist tatsächlich schon Halbzeit und die kommenden Volontäre fangen schon an, nervös zu werden…
Am Nachmittag gab es eine
EKIR-interne Organisations-Runde, bei der wir die Briefe bekommen haben, die
wir an uns selbst auf dem Vorbereitungsseminar geschrieben haben. Danach wurde
besprochen, wie wir die vier Jungs und vier Mädchen, die nächstes Jahr als EKIR-Freiwillige
nach Israel kommen, am besten auf die vier verschiedenen Projekte aufteilen. Denn
ja, es ist tatsächlich schon Halbzeit und die kommenden Volontäre fangen schon
an, nervös zu werden…
Gestern also habe ich nach langer Pause zum ersten Mal
wieder gearbeitet. Ich habe die Friends in den beiden Wochen tatsächlich etwas
vermisst und mich daher gefreut, als einer der Friends zur Begrüßung zu mir
meinte, er habe mich ja schon sehr lange nicht mehr gesehen.
Der Tag gestern war prompt von so
einigem Balagan geprägt, da Purim vor der Tür steht. An sich ist Purim ein
religiöses Fest, das daran erinnert, wie das jüdische Volk in persischer
Diaspora beinahe ermordet wurde und nur knapp durch die Königin Ester errettet
wurde. Hier in Israel hat man allerdings eher das Gefühl, es handle sich um die
jüdische Form des Karnevals: Die Friends kamen völlig überdreht von der
Purim-Feier aus Hadassim zurück und es dauerte erstmal eine ganze Zeit, bis wir
die Schminke von ihrem Gesicht entfernt hatten. Doch damit nicht genug: nach
dem 5-Uhr-Snack fuhr ein Bus mit über 50 Schülern vor, die mit „Doing
good“-T-Shirts durch die Gegend liefen und die Friends bespaßen sollten. Die
Anzahl war völlig unverhältnismäßig (ich erinnere daran, dass in Beit Perry
gerade mal 18 Friends leben, von denen einige gar nicht da waren).
An verschiedenen Stationen konnte
man Ball spielen, Trommeln, Masken bemalen oder Tattoos bekommen. Das alles war
gut gemeint, überforderte allerdings so manchen Friend, der sein Haus überhaupt
nicht verlassen wollte. Der Friend, auf den ich aufpassen sollte, war allerdings
– wie von eigentlich allem – begeistert und nahm am Trommel-Kurs teil. Das
Verhältnis war hier: zwei Friends auf 15 Schüler, die sich zu Recht ein
bisschen fehl am Platz fühlten.
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