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| Die EKIR-Gruppe am Strand von Herzliya |
Shalom chaverim,
ich glaube, wir haben schon wieder Sommer und der Winter
wurde tatsächlich auf ein paar wenige Tage verkürzt. Als ich heute Mittag das
Haus verließ, habe ich mich darüber geärgert, meine Jacke mitgenommen und meine
Sonnenbrille vergessen zu haben. Und darüber, dass ich eine Mittelohrentzündung
habe und nicht auf dem Weg zum Strand war, sondern nur einen Brief einschmiss.
Dafür aber mit Pudelmütze.
Wovon ich eigentlich erzählen wollte, sind die letzten Tage
des Seminars in Nachsholim. Der zweite Tag dort began mit einem Vortrag über
die Geschichte der Technion-Nation, also Israels Weg von fast Nichts zu einer
technische führenden Nation. Das Technion hat dazu einen nicht geringen Beitrag
geleistet, schließlich wird ein Großteil von Israels Ingenieuren und Naturwisschenschaftler
dort ausgebildet. Mittlerweile weißt Israel die höchste Konzentration an
High-Tech Startup Firmen außerhalb vom Silicon Valley auf und Israel selber
bezeichnet sich gerne als Start-up Nation.
Ein sehr sympathischer Professor erklärte uns, was es damit auf sich hat: jeder vierte männliche und jeder siebte weibliche Technion-Absolvent gründet seine eigene Firma. Die meisten scheitern selbstverständlich, aber es gibt auch einige Erfolgsgeschichten: Yoav Medan zum Beispiel entwarf ein Gerät, das mit Hilfe von Ultrasound im Kopf schwer erreichbare Tumore verdampfen lässt. 13 Jahre arbeitete er an seiner Idee, scheiterte mehrfach und wurde als Sturrkopf, der nicht aufgeben möchte, bezeichnet. Durchhalten lohnt sich, war die Message des Vortrags, und dass man für seine Träume kämpfen muss, auch wenn andere schon lange nicht mehr an uns glauben.
Nach einer Falafel-Mittagspause quasi bei uns vor der
Haustür (genauer gesagt am Strand von Herzliya), fuhren wir weiter ins Tel Aviv
Museum of Art. Dort war ich erst vor wenigen Wochen, jedoch habe ich durch die
Führung in der Ausstellung über israelische Kunst deutlich mehr verstanden.
Jüdische Kunst hat eine Jahrtausende alte Tradition, israelische ist jedoch –
wie der Staat Israel selber – noch ziemlich jung und die gesamte Kunst kann
somit als moderne Kunst bezeichnet werden.
Diese Installation hier zum Beispiel ist eine Kritik am
Kibbuz-Leben: das Gerüst ist nicht geschlossen und ein Leben in ihm unmöglich.
Zugegeben, ohne Erklärung wäre ich darauf auch nicht gekommen…
Am Abend hatten wir wieder frei und auch am Morgen viel ein
Programmpunkt aus, da Dina Lutati kurzfristig doch keine Zeit für usn hatte.
Fand aber niemand wirklich bedauerlich, denn so hatten wir nur noch mehr Zeit
am Strand!
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| Alle Seminar-Teilnehmer |


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